389-390. 1582 521
389. Kursächsische Memorial für Mainz. 13.August
Burg-Sachsen dankt für M. Erklärung in der Pappenheimischen lcn g enfeldSache. Da aber bei der Widersetzlichkeit des Augsburger Ratsdas Vorschlagen billiger Mittel kaum Erfolg haben wird, erinnerter sich, als der Frankfurter Rat in dergleichen Sachen sich widrigerzeigt, *) von M. Vorgänger und dem alten Kf. von Brandenburggehört zu haben, „wan sich ein Stadt wider den churfurstenratauflehnete, das alsdan bei den churfursten des reichs stünde, ihnenihre privilegia und freiheiten zu nehmen, das auch die kais. Mt-,wan solches im churfurstenrat geschlossen würde, zu exequirenpflegete." Ob nicht der Augsb. Rat, wenn er auf die Vorschlägeder Kff. nicht eingeht, hiemit zu bedrohen und bei weiterer Hart-näckigkeit „dasselbe also ins werk zu richten sei?" 2 ) Böse Con-sequenzen, wenn man einer Stadt zulässt, „das man ihr zu gleichund recht nicht mechtig sein, sondern dieselbe, was ihr gefeilet,tun und lassen möge, wie wir dan disen reichstag ein abscheulichexempel an den stetten gesehen." M. wird gewiss sammt denMitkff. dem bei Zeiten vorbauen helfen, zu Erhaltung gebührendenGehorsams und guten ruhigen Wesens.
Dr. 10201. Or.
1) Vgl. über die Differenzen des Frankfurier Rats mit Main« -wpgendes Geleits (vom J. 1558 her), mit sämmtl. Kff. wegen des von der Stadtbei röm. Königswahlen zu leistenden Eides, im J. 1562, H ab erlin IV,631 ff.; V,23 ff.
2) Am 18. August fordert Kf. August (aus Schöneck) M. auf, mitTrier dem Rat anzudeuten, Sachsen würde auf Wege bedacht sein, sichbei seinem Recht zu schützen, und sie könnten dann wegen der Verbrüde-rung „keines weges von uns setzen". Dr. a. a. O. Cop.
390. Ehern an Johann Casimir. H.August
Augsburg
. . . „Der reichstag wurdet bald zu end laufen, und behuetuns gott vor dergleichen hinfurter. Den selben aber haben wir zubedanken, das alle weltliche unser relligion zngetane fursten undstett uns beifall getan und sich zu uns halten, welliches den Pa-pisten ein grosser dorn in äugen ist. Wir steen in einer vertreu-lichen handlung, davon noch zur zeit nichts zu schreiben, aberE. F. Gn. zum besten kommen soll, wie E. F. Gn. zu meiner an-kunft genedigklich vernemmen werden. Das übrig werden E. F. Gn.aus unseren letzen schreiben versteen. Bitt undcrtenig, sie wellenuf unsere schreiben sich furderlich resolvieren, dann die kais. Mt.sich nit lang hie aufhalten wurdet. Hab E. F. Gn. solliches under-tenig nit sollen verhalten-"
Ms. 545/2. Eigh.