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11. AuguBtfession und was derselbigen zuwider, sondern es gebe auch beider-seits besser yortrauen uud wurden die unsern die alte religionweil ihnen ihre auch zugelassen, ehr neben sich dulden und denCalvenisten [!] sich desto weniger onhengick machen. Hierdurchvorhoffte ich solte fillen seckten gesteuert und der religionfridenunzurutt erhalten werden können. In der succesionsacLen hat sichdie K. M. iczo nichtes schlislichs erklert. Ich vormerke abergleichwoll, das I. K. M. ihr die sachen ongelegen sein lest unddenselbigen vornnnftick nachdenket, zweifei derhalben nicht, siewerde der gplegenheit woll war nehmen und den sachen rechttunn. 5 ) Welliches ich alles E. L. auf unser zusammeu habendesgros vertrauen zu freuntlicher nachrichtunk und vortraueter ant-wort wollmeinlich nicht bergen wollen. Und tue E. L. zu iderzeit, was derselbigen von mir lieb und dinst ist. Mein liebesweib, sonn und töchter lassen E. L. und alle, die ihr lieb sein,hinwiderumb freuntlich grussen.
Datum Regenspurk, den 11. Augusti anno 82.
E. L.
treuer vetter und vatter 6 )
Augustus churfurst."
Mc- Bei.-Acten des röm. R. XI. f. 380. EigU.
1) Diese interessante Antwort auf Ws. Sehr. Augsburg 9. Aug.(Mc. R.-Rel.-Acta XI f. 382 Cono ) beleuchtet namentlich die Verhand-lungen beider Fürsten über Ausrottung des Oalvinismus, auf die W. seineRäte 1593 vor dem folgenden Regensburger R.-Tag verwies (StievelV,180). Wir sehen, dass August doch nicht gewillt war, ohne vorher-gehende bessere Sicherung seiner Confessionsverwandten die katholischeBundesgenossenschaft anzunehmen; er fordert Zulassung beider Religionen,falls irgendwo Aenderung vorgenommen wird, eventuell gemischte Unter-suchungs-Commissionen.
2) Geisenfeld und Wolnzach: Marktflecken in Oberbaiern.
3) Vgl. no. 364.
4) In W. Sehr, heisst es: „So haben mich E. L. genugsam verstan-den, was der Calvinisten halben ich mit E. L. geredt. Dieweil wir unsaber noch nichts aigentlich entschlossen, ob und wie es auf itzigemreichstag zu handien oder ins werk zu richten sei, ob auch der chur-fürsten rat das seinig dabei tun werde oder nit, so bitt ich gleichfals umbderselben guetachten, damit nichts versaumbt werde."
5) Vgl- Stieve, Verhdlgen. p. 5; oben no. 363 über die Rivalitätder Erzherzoge, von der auch M äff ei II, 235 spricht.
6) Das bair. Conc. hat als Unterschrift ursprünglich: „E. L. jederzeitgetreuer und gehorsamer sun Wilhelm"; der Herzog ersetzte daszweite Adjectiv durch „dienstwilliger"; ebenso zog er es vor, sichstatt „ganz gehorsamlich" nur „ganz dienstlich" zu empfehlen. Seinen„brueder Cristian" Hess W. freundlich grüssen; Christian schreibt an W.über ihre Bruderschaft am 4. Dez. aus Lichtenberg (Ma.' 53/14 Eigh.).Ueber das Gerücht, der junge Wettiner habe zu Augsburg den Baiernversprochen, katholisch zu werden, vgl. Tesoro politico, Köln 1598,p. 412.