382-383. 1582 511
der Stände zu tun, wofür er allerdings kein Mittel wisse. Dabei 2 - Augustblieb es. 3 )
Mb. Hl/2a f. 286. Or.
1) Vgl. no. 336; 357; 371. Nach dem Prot, fand aber die Verhandlungim Kff.-Rat am 31. Juli statt; vgl Häberlin XII, 616. Schon am28. Juli hatte Kf. August den Kaiser vorbereitet, die Sache werde ihreSchwierigkeiten haben und man müsse auch zufrieden sein, wenn ent-weder ein Teil der bewilligten Türkenhülfe hieher geschlagen oderschlimmsten Falls, wenn die besondere Bewilligung ganz durchfiele,wenigstens die Türkenhülfe erhöht werde. Dr. 8500. Conc.
2) Nach dem pfälz. Prot, erklärte Sachsen: Er besorge allerdings, beider bisherigen Steuerlast könne dem Kaiser nicht völlig willfahrt werden.Aber man solle bedenken, dass der K. von der Steuer viel für seineBrüder und auf die Grenzen verwenden müsse, wie es im Reich geschaffen,wieviel an einem Haupt gelegen. »„Wolle man nun ein recht haubt haben,muss man dazu tun ; het derwegen darfur, uff weg zu denken, wie solchhaubt im reich fuglich zu erhalten." Aber auch er stimmt ausdrücklichfür Ermittlung einer Hülfe „one sonder beschwerung der stend und under-tanen." (Mb. a. a. 0. 76 ff.) Von seinen früheren zuversichtlichen Ver-sprechungen in dieser Sache ist hier nicht viel zu spüren.
3) Kf. Ludwig erklärt (in seinen Sehr, vom 8. 12. Aug.) die neue kais.Zumutung für völlig unzulässig und ganz unbillig. Noch schärfer drücktsich L. Ludwig in einem Sehr, an seine Räte (Marb. 10. Aug.) aus:Würde der Kaiser wie seine beiden Vorgänger steif über dem Rel.-Frieden halten, „doch nicht dem buchstaben nach, wie. derselb contramentem zu abwendung und ausrottung unserer christlichen religiouvon den Jesuiten und ihrem anhang glossirt wird," so würde damitauch seine Reputation erhalten. Sonst ist es den Ständen A. 0.nicht zu raten, „das sie das schwert, damit sie sich gegen das miss-trauen und sonst auf den nottfall weren, underm schein I. Mt. under-halts und reputation gar aus banden geben und sich damit von dem papstschlagen la sen solten." Er sage ihnen dies nicht, damit sie es so imRat vorbringen, sondern damit sie sein Gemüt desto besser vernehmensollen. Darmst. Or.
383. Gebhard von Köln an Erzbischof Hein rieb von 6. August
Bremen. Arnsberg
(Bevorstehende Zusammenkunft mit H. in der bewussten Sache; Vertrauenauf Gottes Hülfe, dessen Werk dieses Unternehmen ist. Die Mehrzahlseiner Verwandten, Freunde und Landschaft wird gegen ihn sein. Hofftauf H. und die Religionsverwandten. Seine Reise zum R.-Tag. Pfalz,Hessen, Würtemberg. Sachsen in Kenntniss zu setzen).
Hat dessen Sehr, vom 17. Juli im Aufbruch von Lechenich„durch meinen melancolischen narrischen laceien" erhalten; be-dauert, dass H. erst auf ßartholomäi ins Stift Paderborn kommenkann. „Dan zwar allerlei, darurab ich sie [E. L.] gerne in der nehe ge-sehen, under welchen die bewuste sache *) nicht die geringste,wurde desdo gelegener gewest sein in allen hendelen zu communi-cieren, darmit man in nahmen des allerhohesten umb soviel desdoschleunieger die hende hette mögen an das werk schlagen. Quia prae-ventio habet locum. Es mus aber pillich die ehr des allmechtiegenund auspreitung seines sehligmachenden worts die grundfest, darauf