510 1582 380-382.
30. Juli auch „von Unterhaltung und alimentis keis. Mt.", wobei aber Oester-
reich, Sachsen und Mainz allein stehen dürften.)
Mb. 111/1 b f. 158. Or.
1) Der kurpf. Kanzler eröffnete den Convent „praesentibus aller A.Cverwanten stend rat und gesanten" und erklärte zunächst, die von P. zu-sammengestellten Artikel (no. 332.) seien zum Teil veraltet und nicht zuerhalten, so dass ihre Wiederaufnahme Zerrüttung geben könnte. Erproponirte folgende Punkte: 1) das Büchlein gegen den Religionsfriedenvon ao. 76. und Dr Eders Buch; 2) gezwungene Migration der Unter-tanen; 3) Massregeln in den R.-Städten gegen die Aufnahme von A. C.Verwandten; Missverstand des Rel.-Fr., dass die Städte nicht ihres Ge-fallens Religion anrichten könnten; Kaiser um Erläuterung zu ersuchen;4) Stadt Aachen. Ausserdem die besondern Beschwerden 5) der fuldi-sehen Ritterschaft, 6) der Städte Fulda und Geisa, 7) Biberach, 8) desGrafen Ortenburg, 9) der Stadt Schwäbiseh-Gmünd. Hierüber wurde nachallgemeiner Zustimmung der Anwesenden das unter den kurf, Räten vor-her vereinbarte Bedenken vorgetragen. Anwesend Vertreter von: J. C,Neuburg, Zweibrücken, Weimar, Ansbach, Würtemberg, den vier Land-grafen, M. Karl, Anhalt, den Wetterauischen Grafen, den Städten Strass-burg, Regensburg, Augsburg, Worms, Nürnberg, Lübeck, Ulm, Speier, Reut-lingen, Nördlingen, Hall, Hagenau, Colmar, Heilbronn, Goslar, Memmingen,Lindau, Kaufbeucrn, Wimpfen (,,haben ein votum durch ein ausschuss").
31. Juli 381. Herzog Ulrich von Mecklenburg an Kurfürst August.
Hat zu Augsburg beim Kaiser um Anwartschaft der Söhneseiner Tochter und des K. von Dänemark für den Fall der Erledi-gung von Mecklenburg nachgesucht, ohne Antwort zu erhalten.Bittet A., diese Sache beim Kaiser zu befördern, wogegen Dänemark vermutlich in der andern vertrauten Sache 1 ) sich um so willfahriger erzeigen würde.
Dr. 8500. Or.
1) Sperrung des Sunds zu Gunsten Spaniens; vgl. no. 334. Derfranzösische Gesandte am dänischen Hof, Danzay, bekämpfte diese Machi-nationen mit unermüdlichem Eifer, vgl. seine Sehr, an Duplessis, 18. Mai (M e m.de Mornay II, 148 ff.), an K. Heinrich III, 18. Mai 3. 29. Sept. 22. Okt.16. Dez., an K.Katharina 3. Sept. 1582 (Handlingar XI, 180 ff.)Aber er vermochte die Anerkennung Alengou's als Herzog von Brabantnicht durchzusehen und die Beeinträchtigung des niederländisch-engli-schen Ostseehandels durch neue Zölle nicht zu verhindern. Ueber diefrühere Stellung der Niederlande zum dänischen Monopol vgl. Scherer,der Sundzoll p. 8 f; 17; ein förmliches Verbot der Ostseefahrt für dieHolländer hatte schon die Hansa 1525 von Dänemark verlangt.
2. August 382. Die Räte zu Augsburg an Kurfürst Ludwig.
■AuErsburs
......Neue Proposition ,,umb hilf zu erhaltung keiserlichen
stat und Stands", gestern im Kff.-Rat behandelt. 1 ) Trier sprach
durchaus dagegen, Köln, Pfalz und Brandenburg schlössen sich
diesem Votum an. Trotz der Meinung Sachsens, man solle wegen
des Unterhalts der kais. Brüder, um das Haupt der Christenheit zu
erhalten „und da einmal das kaisertumb von diesem haus kommen,
villeicht ein höhers druff gehn möcht", doch etwas bewilligen, 2 )
drang auch Mainz darauf, dies nur ohne besondere Beschwerung
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