374—376. 1582 505
werde, „Bolang und vil, bis Magdeburg und Halberstat abge- 21. Julischafft werden;" die Katholischen sollen im Notfall lieber „wie vor-mals oft bedacht worden, samentlich von dannen ziehen;" man müsse vorAllem beim Kaiser die nötigen Vorstellungen machen, wie es, „als wirjungst bei dem von Meinz beisamen gewest", für gut angesehen worden,„sonderlich under uns fursten, ehe dann die ret darzue ervordert worden,"wie sein Bruder der Bischof [Ernst] bezeugen könne. Eine Zusammen-kunft von Mainz und Baiern in dieser Sache am 12. Juli erwähnt der köln.Gesandte Fürstenberg (Pieler p. 49). — Heinrich Julius, der 15. Okt.1564 geb. Sohn des Herzogs Julius von Braunschweig, war schon 1566zum Bischof von Halberstadt gewählt, nach dem Eücktritt des B. Hermannvon Minden (29. Jan. 1582) auch zum B. dieses Stifts postulirt worden,wofür er damals in Rom die päpstliche Confirmation und in Augsburgdas kais. Lehensindult zu erwirken suchte, vgl. Häberlin XI, 574 ff.;XIV, 339 ff.
375. Der Kaiser an Kurfürst August. Juli
Augsburg
. . . „Ich weiss mich zu erinnern, was von E. L. wegen derPock mit mier geredt, und mag E. L. gewisselich darfur halten,das ich bisher in der sachen nit gefeirt.' Vermerk derwegen ganzungern, das solche leut seien, die E. L. zu andern gedanken be-wegen; dan ich gar nit gern zu ainigen Unwillen E. L. ursachgeben wollt, sonder sie magen genzlich glauben, dass ich nit wenigerals meine vorfarn derselben als meinen treuen vatter allen freund-lichen willen in sönliohen vertrauen zu erwiesen ganz genaigt binauch sich dessen versehen, das ich in der sachen zum allerehisten,wie ich den auch schon im werk bin, handien lassen und michalso darinnen erzaigen will, das E. L. meines verhoffens zufridensein und von hinnen zu ziehen nit tirsach haben wierdt, wie ichdan mit E. L., da von nötten, ferner selbst darvon reden will."...
Dr. B500. Eigh.
376. D ompmartin *) an Johann Casimir. 24. Juli
Paris
Entschuldigt sein Zögern; schickt Briefe, die er ohne wichtigepersönliche Geschäfte selbst überbracht hätte. Wird in KurzemJ. C. die Antwort „de raonseigneur frere du roy sur les lettres quej'ay receu ä mon dernier partement d'aupres de V. dicte E."bringen. Der Hof in Fontainebleau, mit vielen Prinzen und Herren,angeblich „pour la resolution de la guerre, ä cause des propositiondes ambassadeurs du roy d'Espagne et de Scavoie, aussy de celuyde mess rs de Bern, pour le faict de Geneve; et aussy pour trouvermoyen de finance, z ) mais ä ce que j'eu puis congnoistre, l'on y vafort froidement pour y bätir ung fondement de verite." Mon-seigneur ist in Brügge, bereit dem Feind mit gesammter Macht zubegegnen; derselbe erwartet noch beträchtliche Streitkräfte vonLaval, Rochefoco [!] u. a. französischen Herren...... „Gas-