369-371. 1582 501
könten erwehren. Solchs haut gewehret von 8 uhren die ganze 18. Julinacht durch bis morgens umb drei, da sie wieder haben lassen ab-sattlen; ist also gottlob ohne gfar abgangen. Was weiter drauswerden will, würt die zeit pringen." 2 J.......
Mb. ill/lb f. 146. Or.
1) Vgl. von Stetten, Gesch. der Stadt Augsburg p. 654. lieberdie vorhergegangenen Streitigkeiten der Stadt mit dem R. ErbmarschallKonrad von Pappenheim, der in Sachen der Quartiere und der TaxordnungRat und Bürgerschaft rücksichtslos behandelt hatte (wie schon 1580 dieNürnberger, vgl. no. 241 A. 1; dieselben schreiben hierüber an die sichbeklagenden Augsburger am 5. Mai 1582), vgl. Häb erlin XII, 5 ff.Ein Sehr. Pappenheims an den Kaiser, Augsb. 30. Mai, worin er u. a.von einer Klage der Diener der päpstlichen Botschaft über die Bürger-schaft spricht und auf der Auslieferung eines gew. Bergmüller von Seitendes Rats besteht^ Wh. Or. Eine kurze Darstellung des Handels vom16. Juli mit dem Krämer (wonach dieser Waffen feil hatte) Mb. a. a. O.f. 153. Wie Sachsen und Magdeburg hielt auch Mecklenburg sein Hof-gesinde drei Nächte lang in Kampfbereitschaft. Vgl. unten Kf. AugustsSehr, vom 20. Juli; auch das Sehr, des Kaisers an den Kf. vom Juli(s. d.) dürfte sich auf diese Sache beziehen (no. 371; 375).
2) J. C. bemerkt hiezu an den Rand : „Dise geschichten werden denstenden manchen villerlei künftigen nachdenkens geben, auch dan keinstad nit gern ein reichstag leiden werden."
370. Landgraf Georg an seinen Abgesandten zu Augs- 19 - Julibürg Otto von Tettenborn. Darmstadt
......Gerücht von der Niederkunft der Kurfürstin von
Sachsen. } ) Befindet aus den Zeitungen, „das der teufel gauzund gar ausgelassen sei und ebenso wol an andern orten, alshier diss orts rumbhero wüte, wie wir dann euch nit gnugsambzuschreiben können, was für seltsame greuliche hendel mit denhexen oder zeuberinnen alhier verlaufen und was uns dieselbenzu schaffen geben. Dann wir nunmehr die alten fast abgeschafftund hinrichten lassen; so kompt es aber itzo an die jungen, vondennen man wenigers nit als von den alten sehr abscheuliche ding höret."
Darmst. R-Tag. Conv 11. Cop.
1) Mit der Schwangerschaft der Kurfürstin sucht Kf. Ludwig in einemSehr, an J. C. vom 29. Juli die beschleunigte Abreise Kf. Augusts zuerklären: J. O. antwortet am 9. Aug., jenes Gerücht scheine unbegründet.Vgl. J. C. Tagebuch p. 396. Wambold schreibt an J. C 27. Juli, dasGerücht sei verstummt, einige erklärten es für eine mola; sicher sei,dass die Kurfürstin mehrmals nach einer Hebamme geschickt habe.Mb. 111/lb.
371. Kurfürst August an Trautson. 20. Juli
Augsburg(Magdeburgische Session. Pappenheimische Sache. Unterhalt des Kaisers.)
„Lieber her Trautson! Ich habe der sachen, darvon ihr gesternmit mier geredet, weiter nachgedacht, und dieweil ich berichtet, das