500 1582 368-369.
16. Juli 1) Philipp "Wambold von Umstatt (vgl. Widder Beschr. der kurf. Pfalz
II, 24) erscheint 1575 als Hofrat Kf. Friedrichs, 1576 als Burggraf zuStarkenburg (Kl. II, 824; 954 A. 1); 1578 nahm er als Vertreter J. C.an der Beilegung des Bruderstreits teil und wurde Vizdum zu Neustadtund während des niederländischen Feldzugs Statthalter J. C. (no. 91; 92-158; 159; Widder II, 235). Hier. Witzendorff erhält Bestallung zumRat und Diener 6. Mai 1582 (Carlsr. Cop.).
2) Nach Wamb Sehr, vom 9. Juli hatte Sachsen ,,über die 1200pferd im futterzettel" (vgl. Peter Fleischmann, . . . verbessertedescription .... des reichstags zu Augspurg, Augsb. 15&2, p. 131). Ebendaberichtet er, dass er J. 0. Grüsse an die Obersten Stein und Buch aus-gerichtet und diese auf ferneres Zuschreiben warten.
3) Die Räte L. Wilhelms berichten an diesen, Augsb. 19. Juli, dreiSonntage nacheinander hätten die. sächs. Hofprediger Mirus, der mecklen-burgische und der augsburgische Prediger Mollerus auf die Sakramentirerund Calvinisten losgezogen, der letzte betont, wie sehr mit Unrecht ihre Sttadtbei vornehmen Potentaten in den Verdacht des Calvinismus gekommen sei.Man glaubt, dies sei vom Kf. von Sachsen angeregt. Der Sachse und derMecklenburger haben grossen Zulauf, zuweilen von etlichen TausendenMarb. Or.
4) Am 25. schreibt J. 0. aus Kaiserslautern an Lützelburg (vgl.no. 366.): er hätte gern nicht nur Sachsen und dessen Gemahlin u. a.Herrn, „sondern auch guete gesellen, die sich ohne zweifol in gueteranzahl droben finden lassen werden, besprochen und also deinem andeu-ten nach uns ein anhang machen mögen." Aber wegen der gefährlichenDurchzüge an der Grenze, anderer nötiger Geschäfte und da sein Säckelziemlich geleert, sei es nicht möglich ; doch hoffe er Sachsen unterwegsanzusprechen. Mb. a. a. O. Gonc. — Am 5. Aug schreibt dann August anJ. C, leider könne er nicht über dessen Gebiet heimreisen und hoffe ihnnebst Gemahlin ein anderes Mal zu sehen. Ebd. Or.
18. Juli 369. Wambold an Johann Casimir.
Augsburg Befreiung eines vom R. Marschall gestern Abends verhaftetennürnbergischeu Krämers durch den Stadtpfieger 1 ); „ist ime dervon Pappenheim uf dem weg begegnet, vermeint denselben imewieder zu nehmen; als er aber gesehen, das ime der stattpfiegerzu stark, hat ers lassen passiren, gleichwoll alsobald zum churf.von Saxen geritten, solchs in bericht, welchs höchstgedachten churf.sehr verschmehet, als dene solche injurie nicht weniger als denvon Pappenheim angehe; alsobald zwene vom adel, deren namenunbekant, zum stattpfieger geschickt, begerend zu wissen, ob diestatt sein feind sei; des soll er sich erkleren. Darauf der statt-pfieger geantwortet, es habe der rat oder die statt nimals in irensinn genomen, feindschaft gegen in zu tragen, erkennten sichauch schuldig, ime allen gueten willen zu leisten. Hieruff derchurf. und administrator alsobald befolen, ire pferd zu sateln, vomadel und reuter derselben in gueter huet und acht zu pleiben,bis man die drometten oder ander lösung hören wurde; in dernacht solte sich alsdan ein jeder mit seinen pferden und volk fürseines herrn losament finden lassen. Hergegen die statt der-selben burgerschaft und inwoner ermanet, iglicher mit seiner wehrund rüstung in seinem haus zu bleiben, hineben ire Soldaten,welcher 1500, alle ufgefurt, doch an unterschiedlich ort, do etwaswolte wieder sie tädlich furgenomen werden, sie sich dessen