498 1582 364-367.
11. Juli 9) In einer weitern Beratung am 21. Juli vertraten P. und Br. die Not-
wendigkeit einer allgemeinen Convoeation gegen die hartnäckige Opposi-tion der Sachsen, die zuletzt erklärten, sie wollten sich desshalb beim Kf.Berichts erholen. Der Vorschlag der S. ging auf eine vertrauliche Hand-lung der weltlichen mit den geistlichen Kff., denen man zu Gemüt führensolle, ,,da es einmal zum ufstand kerne, wer wehren wolt; dorft ober inausgehen; genachbarten dürften auch druff naus gehen und ins reich fal-len". Worüber man sich verglichen, könnten dann die Pfälzer den andernad partem anzeigen. Die „freundliche Conferenz 1 ' Kf. Augusts, der Br.und Pf. mit Mainz, Trier und den kölnischen Räten blieb natürlich ganzerfolglos; vgl. das Anbringen vom ". August und die Antwort der Geist-lichen bei Lehmann I, 191 — 3; eine Replik der Protestanten wurde mitStillschweigen übergangen (die Räte an Ludwig, 6. August).
11. Juli 365. Die Räte zu Augsburg an Kurfürst Ludwig.Augsburg
___Vorsehlag des gemeinen Pfennigs (Köln und Trier) abge-lehnt. Die Mehrheit bcschloss Bewilligung nach llöraerzug und Matrikelunter dem Namen einer mitleidigen Türkenhülfe (um alle andernZumutungen auszuschliessen). Trier schlug 20 Monate vor, sie12 Monate beharrlicher, 10 (von 1576 noch restirende) Monateeilender Hülfe vor. Sachsen erklärte dies für zu wenig; es seides Kaisers erster R.-Tag, des Erzh. [Karl] Ansuchen zu berück-sichtigen und eiue höhere Bewilligung des Fürstehrats wäre denKff. schimpflich. Die Mehrheit (gegen Sachsen und Mainz) ent-schied für den pfälzischen Vorschlag.........
Mb. Hl/2a f. 117. Or.
11. Juli 366. Anton von Lützelburg 1 ) an Johann Casimir.Augsburg
.....Bedauert sehr, dass J. C nicht zum R.-Tag kommt;
hätte es für gut gehalten. „Dann E. F. Gn. ich, als meinengnedigen lieben alten bekanten herrn, unterteniger wolmeinungunvermeldet nicht lassen soll, das sich andere leut nicht sautnen.Werden E. F. Gn. nicht dohin drachten, das sie mehr gutter leute• an sich ziehen und aus frembden beuteln erhalten können, so wirdes einmall zu speet sein." .... Bittet, „E. F. Gn. wolle jederzeitmein gnediger fürst und herr sein und diss schreiben von der. armen alten bulschaft so gnedig vermerken, als es in aller unter-tenigkeit treulich und gutt gemeinet ist."
Mb. lll/l.b f. 13H. Or.
1) Er selbst unterzeichnet hier: „Anthonii von Lützelbourek"; in demwiederholt citirten Verz. deutscher Pensionäre (vgl. p. 4 A. 1) heisst es:„le sr de Luxembourg tant pour luy, son lieutenant que trois cappitainesVI m V c 1." Er war Lothringer, eine Zeitlang französischer Oberst undseit 1560 mehrfack am Hofe Kf. Friedrichs, der ihn noch 1567 zu einervertraulienen Sendung an Kf. August gebrauchte (Kl. I, 143; 282 ff; 290;381; II, 23; Languet Are. III, 23).
16. Juli 367. Johann Casimir an L andgraf Wilhelm.
Kaisers-lautern Auf dessen Sehr, vom 27. Juni; hofft, dass nach ihrem undseines Bruders Beispiel auch die andern A. C. Verwandten auf den