Druckschrift 
1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
Seite
497
Einzelbild herunterladen
 

364. 1582 497

Kaiser Abschaffung der Statuta zu suchen, die den Rel.-Fr. zuwider H- J« 11seien. Aachen sich anzunehmen;seien politicae und andere Ur-sachen vorhanden." Kammerrichter: W. soll bestellt sein; einzu-stellen bis zum Justizpunkt.

Pfalz. Nunmehr de modo zu reden,welche und ob anderestend zu erfordern." 9 )

Mb. 112/3a f. 145b149a. Kurpfälz. Prot.

1) Vgl. no. 332. Die Sachsen und Brandenburger waren in derersten Besprechung (9. Juli) überhaupt gegen einen allgemeinen Convent;dann kamen sie mit Pfalz überein die einzelnen Punkte durchzuberaten,welcher zu urglren oder nicht." Dem sächsischen Rat Eilenbeck hattedar pfälzische Kanzler in einer Besprechung am 4. Juli als Hauptvor-lagen eines Convents bezeichnet: 1. Lage der evangel. Untertanen, 2. derB.-Städte, 3. Aachens; 4. die Praktiken des Legaten Madruz beim Kaiser;Decl. und Preist, wagte er gar nicht zu erwähnen. Vgl. Sehr, derPfälzer an Ludwig vom 6. Juli.

2) Die Pfälzer hatten offenbar bereits bemerkt, dass S. und Br. fürdie in ihrer eignen Instr. (vgl. no. 354.) geforderte Urgirung der Deklara-tion keinenfalls zu gewinnen sein würden. Kf. Ludwig war hierüber sehrunwillig; er wies (Weingarten 21. Juli) seine Bäte an, nötigenfalls denConvent ohne S. und Br. einzuleiten, über Dekl. und Freist, nicht ganzzu schweigen und zu versuchen,ob etwa diese leut [S. und Br.] dan-nochten einest dahin zu bewegen, nicht allein uf sich und ihren ruwigenwolstand zu sehen, sonder auch disfals, wie churfursten geburetund daran sie zu erkennen seind, der armen betrangten not wieauch diejenigen, so gern zur warheit dretten, da ihnen allein der Zuganggeöffnet, etwas besser in acht zu haben" (Mb. 112/31 384 Or.).

8) Ueber die Zusagen Maximilians an prot. Fürsten vor der Wahlvgl. Maurenbrecher in der histor. Zeitschr. XXXII, 285 A. 4; 294.Beiläufig sei hier erwähnt, dass der Vicekanzler Seid am 25. März 1563an Baiern schreibt, er und der böhmische Kanzler hätten mit den Kur-sachsen gehandelt;und ist dem curfürsten gegeben worden die expeetanzdes halben fürstentumbs Anhald" (Ma. 229/6).

4) Ueber diese sächs. Argumente gegen die Freistellung vgl. obenp. 201 A. 2; das Citat aus der sächs. Instr. von 1582 bei Ritter im Arch.f. sächs. Gesch. N. F. V, 361/2; über die Besorgniss der Nürnberger vorden kathol. Ansprüchen auf Gegenseitigkeit schon 1559 ebd. 293. Kf. Augusthatte die Angst des Kaiserhofs schon vor dem R.-Tag beschwichtigt.Eine Zusammenstellung derfreistellungshandlung aufm reiehstag zu Augs-purg" (Wh.) notirt zum 25. März 1582:Scriptum est Saxoni, was fürgefahr auf der freistellung beruhe; er wolle davor sein und beim religion-friden und Max. Secundi decret verplaiben." Weiter unten beim 13. April:Declaravit se elector Saxoniae, das er dazue nicht helfen, sondern alleneurungen, sovil an ihme, verhüeten wolle. Actae sunt gratiae, admonendo,das er auch mit Brandenburg handien wolle." Vgl. no. 342.

5) Ein bündiges Bekenntniss zu dem Grundsatz: Cuius regio, eiusreligio.

6) Mit demDekret" kann schwerlich etwas anderes gemeint seinals das Sehr, (die Erklärung), das Maximilian den weltl. Kff. am 21. Okt.1575 zustellen Hess, diese aber zurückschickten; es enthielt den Vorschlag,den Austrag des Streits über die Deklaration dem Kaiser und zwar fürden nächsten R.-Tag anheimzustellen (Kl. II, 896).

7) Vgl. dagegen no. 332 A. 5.

8) Vgl. no. 352 A. 5.

32