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1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
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483
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351 - 352. 1582 483

Briefe -während des Bruderstreita (vgl. no. 48; 85) und ihr energisches 3. JuniEingreifen in Sachen der lutherischen Reaktion (no. 51 A. 1; 53; 169 A. 2)widerlegen diese Charakteristik nur zu sehr. Noch im J. 1581 suchtL. Wilhelm seine Schwester von der Schriftwidrigkeit jeder "Verfolgungin Glaubenssachen zu überzeugen (Bommel V, 580 A. 75).

352. Jakob Kurtz von Senfftenau 1 ) an d en Kaiser. 5. Juni

Speier(Hitzige Reden des Pf. Johann über Aachen u. s. w. Mässigung desKf. Ludwig. Kammerrichteramt. Freistellung.)

[Berichtet ausführlich über sein Anbringen bei Kurpfalz.] 2 )

Ich solle neben disem E. Rom. kais. Mt. allerundertenigistnit verhalten, das sich uuder essens und sonsten im conversiern derAchischen sacb, des canierrichter ampts und der freistellunghalben allerlei reden begeben und dieselbige nit von dem chur-fursten, sonder von pfalzgraf Hansen auf die pan gebracht seinworden. Und hat von denen allen der churfurst gar wenig, wiegar ain frommer höflicher herr ist, pfalzgraf Hans aber sonder-lichem [!] nach dem trunk etwas hitzig und mit grosem ernstgeret: in der Achischen sach seie wider alle reichsabschied ge-handlet worden, in deme gleirhwol I. F. Gn. gewiss hielten, das esnit E. Rom. kais. Mt., sonder anderer leut schuld were. I. F. Gn.beten sich gezwungen der sachen undeifangen mucssen, dieweilu sider negste naehtbar weren 3 ) und, wo gegen Aach dergleichen fur-zunemen gebillichet solte werden, ebenmessiges auch gegen I. F. Gn.zu tuen nit unrecht sein wurde. Insonderhait haben I. F. Gn.etliche hitzige reden, die Phillips von Nassau geton solle haben,angezogen, nemblich es seie Aach kein reichsstadt nit, und erwelle die sach dahin richten, das man zu Aach allen denen, dieder A. C. sein, schellen anhenken und zu der stat ausjagen muese. 4 )I. F. Gn. haben diser Sachen wegen etlich mal E. Rom. kais. Mt.zugeschriben, aber nit beantwortet worden."

Ueber das Kammerrichteramt äusserte der Kurf., der Graf vonEberstein sei hiezu vor andern geeignet. Pf. Hans aber sagte,Winnenberg, der auch genannt werde, könne nicht dazu genommenwerden, 5 ) da ja nach den Abschieden eine geforstete weltlichePerson, deren nicht wenig qualiücirte vorhanden, einem Grafen,Herren oder Geistlichen immer vorgehen solle.Des er gleichwolallain gegen mier conversando und nit anderer gestalt vormeldetwolle haben.

Die freistellung anlangend hat pfalzgraf Carl ob tisch seinenbruedern pfalzgraf Hansen gefragt, was doch die ursach sei, dasman jetziger zeit fursten, graven und herrn, so der A. C. sein, aufallen hoheu stiften ganz und gar ausschliesse, da doch derselbenvoreitern nit wenig, sonder fast das maiste darzue guetwillig ge-widmet und geschenkt betten. Darauf pfalzgraf Hans vermeldet,er wisse die ursach nit, welle aber den kaiserlichen gesandtenfragen. Habe ich I. F. Gn. geantwort, ich seie zu jung und uner-faren, von solichen wichtigen sachen zu reden, doch glaube ichnit, das ainicher fürst, grave oder herr auf ainichem stift ausge-

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