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1585
349-351.
29. Mai wegen der Religion bezeichnet, ,,8endo posto il duca di Sassonia conmolti allri principi in quel pensiero di ridurre la opinione di Luterodivisa hora in diverse sette al suo primo stato." Das3 auf dem R.-TagBaiern allerdings den Kf. August zu einem Entschluss „der Calvinistenhalb" zu drängen suchte, wird sich weiter unten (11. August) zeigen."Vgl. Walther's Sehr, an Hotman vom 15. Juli (Hotom. epp. p. 155 ff.).2) J. C. Antwort auf Ludwigs Sehr, vom 16. März (no. 332 A. 1),Kaiserslautern 29. Mai, verweist auf Augusts Sehr, vom 3. Mai (no. 342)und auf die frühere Haltung Sachsens und Brandenburgs, die nur „IreSachen durchpringen und vor irer turen keren möchten," und schlägt vor,in erster Linie Punkt 1. —4. der älteren, 2.—4., 6. —11. der neuen Grava-mina zu vertreten, mit Punkt 5.—8. der älteren aber zu warten , bis sievon den Parteien selbst vorgebracht werden, no. 5. der anderen zu-nächst einzustellen, ausserdem den Kaiser um Abschaffung der päpstlichenLegaten „sonderlich tempore commitiorum" anzugehen, endlich eineSchärfung der Constitutionen über die Kreishülfe durchzusetzen oder eineSchutzvereinigung der A. C. Verwandten nach L. Wilhelms Vorschlagzu errichten. Mb. 112/3a f. 123. Or.
29. MaiKaisers-lautern
3. JuniNeustadt
350. Johann Casimir an Kurfürst Ludwig.
Absicht Alencon's, durch eine Gesandtschaft an den R.-Tag dieAnerkennung als R.-Staud zu begehren. Der Fürst, der sich hiezugebrauchen lassen will, *) hat seinen Rat begehrt, aber noch keineAntwort erhalten. Am Besten wäre es, die Niederlande wiederzum Reich zu bringen. Baierns Anspruch wegen der Session imFürstenrat. Absicht des Legaten und der Jesuiten, auf dem R.-Tag die Evangelischen vermittelst des Concordienbuchs („wann diekais. Mt. das irige erlangt") untereinander zu verhetzen. DieStände der A. G. sollten erklären sich über Religionsfragen mitden Katholischen, denen sie hierüber keine Verantwortung schuldigseien, überhaupt nicht einlassen zu wollen; wogegen den Katholi-schen die Balken in ihrem Auge, Abgötterei u. s. w. vorzu-halten. . . .
Mb. 112/1 f. 408. Or.1) Der junge Herzog von Bouillon (vgl. no. 268).
351. Johann Casimir an Kurfürst Ludwig.
Billigt, „dieweil es nit one, das wir alle ubernechtig", L.Errichtung eines Testaments („wie wir denn hiebevor auch getan"),obwol er L. noch ein langes Leben und Mehrung seines Stammswünscht und an dessen Wiedervermählung gedacht hat. 1 ) Erklärtsich bereit, falls L. sterben sollte, dessen Kindern entweder „mitanbegerter curatel oder in andere weeg" allen väterlichen Willenund Beistand zu erzeigen und hofft, dass seine Gemahlin undTochter eventuell bei L. Beistand finden werden.
Me. K. XV. 3 no. 3063. Or.
1) Vgl. no. 266. Kf. Ludwigs Gemahlin, die hessische Elisabeth,war am 21. März 1582 gestorben (eine „Pompa funebris" von Mich.Haeberus Brettanus, Heidelb. 1582, Bm.). H ausser (II, 130) hebtihre „stille Frömmigkeit" hervor, aber der leidenschaftliche Ton ihrer