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dem Einlassen in Condemnationen hüten, da die Subscribenten alle 29. Ma'Nichtsubscribenteu für heimliche Calvinisten halten, da ferner dieTyrannei der Papisten hiedurch gestärkt und Sachsen und Schwabenals alleinige Inhaber des rechten Glaubens, als ein doppeltes Papst-tum hingestellt würden. „Es haben auch E. L. und andere ihresgewissens zu verschonen und zu gedenken, das nit allein in frenib-den nationen, sondern auch in Teutschland und allen provincienviel tausend ehrlicher, gottsehlicher, verstendiger leut, ob sie schonnicht stende des reichs, doch kinder gottes seind, die es mit unshalten und heimlich seufzen und schreien zu gott wider diese der Ubi-quitisten geistliche tyrannei und prechtige trutzige handlungen,die da in kein unparteiisch colloquium sich einlassen dörfen undfromme leut verketzern, so mit ihrem blut die A. C, da sie grundin gottes wort hat und wie sie in der apologie und andern ab-schieden, auf colloquien und tagen erkleret worden, zu unterschreibenurbüitig, sonder alles mit gewalt hinauszuführen und zu behauptengedenken." Erinnert an den Beschluss der A. C. Verwandtenwegen seines Vaters ao. 66. zu Augsburg.
Endlich sollen R. und andere ermessen, dass, wenn Gewalt vorRecht geht, dies und die Verdammung unschuldiger Leute vorder Welt nichts Neues ist, aber Christi Wahrheit nicht zu Grundegehen kann, „sondern bald ein vil grösserer reichstag angehensoll, da die richter und verdammer dieser weit sich werden müssenrichten lassen, das ihnen genanten Calvinischen nit mittel undweg mangelen, ihre sach in ein oder andern weg auch zu vertei-digen, und das sie alsdan dahin getruugen wurden, öffentlich vorder weit darzutun, wie baufellig der condemnanten sach geschaffenund das sie selbs unter einander nit allein getrennet, sondern invielen articuln mit der A. C und derselben lehr gar nit einig.Was nun daraus für grossere weitleuftigkeiten zu unserm aller ver-derben und Untergang ervolgen möcht, hat ein jeglicher geringverstendiger leichtlich zu ermessen."
Ma. 5*5/2. Cop.
1) Reichard, gewiss ein entschiedener Lutheraner (vgl. no. 49), haltetrotzdem die Subscription der Concordie standhaft verweigert (HeppeIV, 173/4). — Ueber die Befürchtung, die Publikation der Concordie werdeden Ausschluss aller Dissidenten vom Reh-Frieden nach Bich ziehen,Vgl. no. 170; 252. Wie weit sich die Phantasie der Reformirten verstieg,zeigt folgende Mitteilung Walther's an Ulmer (Zürich 1. Febr. 1582, ßm.):„Lutetia scribitur, et quidem a fratre optimae fidei, istuc essealiunde perlatum, clam apud Venetos haberi aut brevi habendum a fidissi-mis quibusdam papae, Caesaris, Hispani et Italorum omnium prineipumconsiliariis secretum conventum, in quo de confoederatione universaliadversus nostrae confessionis omnes socios agatur, occasione belgicibelli accepta; ad quem conventum Ubiquitarii quoque suosmittant, inter quos nominatim Andreas [Andrea] esse dicitur,et Hispani nomine Ericus Bninsvicensis." Sachsens Besuch beim Kaiserwurde auch hierauf bezogen. Die gleiche Nachricht flgurirt in einemSchreiben Gr. Johanns an L. Ludwig vom 30. Mai 1582 (PrinstererI. 8, 103). Dass auch am Kaiserhof wenigstens a-uf sächsische Schritte zuGunsten der Concordie beim R.-Tag gerechnet wurde, zeigt die DepescheBadoer's Prag 21. Nov. (Ven. Cop.), die als wichtigste Vorlage die
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