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10. April dahin vermant worden, sich dessen, wessen ime E. kais. Mt. gnedi-gist gewirdigt haben, zu geprauchen, E. kais. Mt. werdens gar gernsehen; ehr habs aber nicht tuen dirfen, nicht das ehr hirin wasan E. Mt. genedigister naigung gegen sainer person zwaiflet, aberanderer lait diss etpo [!] änderst auslegen möchten. Damitehr aber nit unrecht tet, hab ehr sich dessen pai E. Mt. durchschraiben erkundigen wollen, sai ime aber darauf kain antwort er-folgt. Darauf ich saget, ich hilts gewiss darfur, E. Mt, werdensetpo [!] neben so vil geschaffen vergessen haben, und werd alsoangever verpliben sein. Und ob mir I. kf. Gn. glaichwoll sollichesnur vertraulichen mainung gesagt, hab ich doch solliches aus schul-digem gehorsam E. Mt. nicht verhalten wollen ; und erachtet firwar,allergenedigister kaiser, untertenigist, wo ime E. Mt. kinftig indero schraiben selbst ein wenig ursach oder anreizung dazu gehen,als woltens E. Mt. also von ime haben, E. Mt. wurden ime der-massen ainnemben (unangesehen, wie ich eracht, das er sich dessenwo nicht gar enthilt, doch solliches gewiss mit höchster peschaiden-hait prauchen wurd), das ehr hoffendlich das tett, was er vermechtund E. Mt. von ime haben wolten. Dan furwar, solliche herrnwerden mit dergelaichen sachen mehr als mit gelt und guet conten-tirt und erhalten, und wan man nur frei offen mit inen handlt,auch durch lait, mit denen sie vertrailichen reden und landlenmögen, erhelt man alles pai inen, wie danE. Mt zum vorstehendenraichstag gegen inen derglaichen lait gebrauchen genedigist wollwerden wissen; so hoff ich zu dem allmechtigen gott, E. Mt. werdenmehr als kain kaiser von vill hundert jaren und villaicht nie aufkeinen raichstag ausgericht, richten und erhalten. Und meldetverner, ich wisset, wessen ehr sich nun zu zweien mallen wegen E. Mt.kaiserlichen person Unterhaltung gegen mir vernemben hett lassen,darpei ers also nochmallen peruhen liss; sai auch der entlichenhoffnung gewesen, wan der gewest kurfirst zu Mainz gelebt hett,solliches woll zu sin gepracht haben. Er waiss nit, wehr derkinftig sein wirf. ; 2 ) soll nu Pfalz und Brandeburg auch nit dahinkomben, die andern, Trir und Kein, ken ehr noch nit, wist ehrnit, mit wellichen oder wehm vertrailichen darvon reden; dan disesachen muss pai inen erstlich woll unterpaut werden. Es ist disenpeden kurfirsten warlichen diser tottfall vast laid, aber der willgottes muss geschehen.
E.. Mt. sollen aber itzt nu das tuen und dem kinftigen, so er-weit wirt zum kurfirsten zu Mainz, schraiben*) und in dahin ver-manen und persuadiren, das ehr sich an den kurfirsten zu Sachsenwöll halten und mit ime in sollich gutt vernemben und vertrauenkumen, wie sein vorfar gewesen, wie dan I. kf. Gn. E. Mt. indero hiepaigelegtem schraiben 3 ) dessen auch selbsten sonder zwaifluntertenigist erinderen.
Wie nu aber, was gestalt, pai wem und zu wass zait E. Mt.solliches anstellen und anpringen mechten, mainen I. kf. Gn. E. Mt.wolten sich nur genedigist gedulden und waiter dessen gegen nie-mants gedenken, piss I. kf. Gn. selbst auf dem raichstag pai E. Mt.
*) Am Rand: „Fiat."