312—314. 1581 455
4) Am 14. Nov. berichtet Badoer, August habe den Besuch d. R.-Tags 24;Oktobr.zugesagt und dem Kaiser den Erfolg seiner Propositionen betreffs der Nieder-lande und der Contributionen ausdrücklich garaDtirt, „quando perö la dieta
si facesse presto."
5) Hier folgt der ausführliche Bericht des Gesandten über seineeigene Audienz beim Kf.
6) Vgl. Augusts Dankschreiben an den Kaiser, Tetschen 27. Oktober,Dr. 8500. Cop. An Erzh. Karl (vgl. no.308) schreibt det Kf. am 19. Nov.,er habe den Kaiser ,,gott lob zimlich wol auf und besser, als ich demausgesprengten geschrei nach vormeint," gefunden , „auch die bewustensachen mit gutter gelegenheit anbracht." Dr. 8510. Conc.
313- Johann Casimir an Bürgermeister und Rath 28.0ktobr.zu Frankfurt. Neustadt
Hat gemäss einem Vergleich mit seinen Obristen und Ritt-meistern die französischen Geiseln gegen Empfang der stipulirtenGeldsumme auf freien Fuss gesetzt. Will am 9. oder 10. diesesMonats [!] zu Frankfurt das Geld den Obristen und Rittmeisternausteilen. 1 )
Frankf. R.-Angel. fasc. 160. Or.
1) Laut der p. 27 A. 1 und 163 A. 1. angeführten ,Rechnung" gingenan dem Lösegeld von nominell 200000 Franken, da man die Münzsortenhöher als in der Obligation nehmen musste, 4500 fl verloren, Waltherschreibt unter dem 13. Okt. an Ulmer, nicht ganz genau: der König habealle Rückstände an Casimir ausgezahlt und „vicies quater centena milliacoronatorum" nach Neustadt liefern lassen.
314. Pfalzgraf Georg Hans an Alencon. 1. Novbr.
Pfalzburg
Schickt die zwischen ihnen zu Cbastelet aecordirten Artikel. 1 )Da A. betreffs der Stadt Chasteauthierry, weil der vormalige Guber-nator zu Cammerich, Herr von Avissi, 2 ) darauf versichert, Schwierig-keiten erhob, beschloss er A. nochmals zu Abbeville zu besuchen,um die Sache zu bereinigen; nachdem er jedoch zu Paris von A.'swegen nicht einen Pfennig empfangen und bei dessen Rat monsrDureau gar keinen Beistand gefunden hat, musste er gegen seinenWillen wieder heimkehren. 3 ) Man hätte wohl die Freundschafthaben können, ihm die Erfolglosigkeit einer Reise an den Hof, aufdie er das für die Reise nach England bestimmte Geld verwendethat, vorher deutlich zu machen; „dann wie ich mit jedermann uf-richtig und rund handle, also mein ich, das man dargegen mit mirauch also handien solle"; es soll ihm für künftig eine Witzigungsein. A.'s Güte wird von dessen eigennütziger Umgebung miss-braucht; A. bedarf eines Menschen, „der euch libere raten, euwerauthoritet und hoffvvesen erhalten uud den Uneinigkeiten, zwitrachtenund eiferungen uuder euwern hoffleuten, so euwer vorhaben bishärsehr verhindert, wöhren möge." Der König*) und dessen Faktionwollen aber nicht, „das ihr ein fursten bei euch haben solten, derein freien zäum hette, euwer ehr, ufnehmen und frommen suchte,