428 1581 274-275.
14. Jan. jar durch diss Iand gezogen", diesen Sommer über wieder in steterBewerbung und Praktik gestanden, in dies Land einzufallen undeinen oder mehr Plätze zu überfallen, wozu sie mit ledernen Schiff-lein , Steig- und Brechzeugen, Leitern etc. gefasst waren; „derfensich auch allerlai anhangs und verstendnuss von hohen und nidernpersonen im Teutschland beruemen." *) Es ist um so mehr Aufsehensvon Nöten als der neue für die Hugenotten sehr günstige Friededem von Alencon die Verfolgung seiner niederländischen undanderen Praktiken mit Zutun beider Parteien ermöglicht......
Mb. 112/1 f. 173. Or.
1) Die Strassburger wandten sich in der gleichen Sache an den Kf,um Correspondenz des Weissenbunrer Vereins mit den beiden elsässisclienBezirken ; der Kaiser mahnte den Kf. als Kreisobristen zur Hülfe im Not-fall (23. Februar); doch kam es auf dem Probationstag zu Mainz (im Mai)zu keinem Beschluss hierüber. Mb. a. a. O.
16. Januar 275. Anbringen des Herrn von S. Blais bei denStra8S ~ Geheimen der Stadt Strassburg.
bürg
„Anzeig M. de S. Blais, herzog Georg Hansens practikenhalb."
Hat zum Besten der Stadt, ohne deren Bürger zu sein, diePraktiken ihrer Gegner erkundet; der Fürst von Lützelstein [G. H.]schöpfte nach seiner Rückkehr von Guise, mit dem er zu Joinvillebeisammen war, Verdacht; er nahm seinen Abschied, wurde jedochtrotzdem, als er nach Einstellung der Anschläge im Juni zurück-kehrte, zu Pfalzburg verhaftet, nach Lützelstein gebracht und18 "Wochen in einem Turm verwahrt. Endlich am 15. Sept. ver-hörte ihn der Fürst selbst, der ihn beschuldigte fürstliche Schreibenüber den Anschlag wider die Stadt derselben mitgeteilt zu haben.Der Fürst sprach die Absicht aus, den Strassburgern Freundschaftund Vergessen anzutragen, „damit ich si desto besser ertappen undbetriegen möge, wie ich zu tun furhabens"; dies solle vor Beginndes bevorstehenden R.-Tags geschehen. Ferner beschwerte sich derFürst über J. C, der ihm neulich Copien aller seiner Sehr, nachFrankreich wegen des Strassburger Anschlags zeigte; „nicht weissich, wers ime gegeben, es sei dann, das mihr der konig dissenschölmenbossen gerissen"; J. C sei trotz seiner Freundlichkeitgegen ihn ein Verräter,*) wie auch der Kurfürst. Während desvierstündigen Gesprächs [worin S. Bl. jenen Verrat der Sehr, läug-nete und G. H. noch andere wichtige Sachen berührte] stand derNachrichter von Pfalzburg vor der Stubentür. Am 28. Oktoberwurde er freigelassen........
Str. Or.
1) Vgl. no. 239; 250; auf letzteres Sehr, (vom 25. Aug.) hatte J. C.nach seinem Sehr, an die Geheimen vom 13. Dez. 1580 damals nochkeine Antwort.