185-187. 1579 355
den ad causam equestrem I, 587 ff.)- Ein Sehr, des Kf. an den ober- 30. Okt.rhein. Kreisobristen Ernst von Sohns, 31. Okt. Mb. 112/1 f. 778. Conc.Per vom Kf. ausgeschriebene und von Kurpfalz, den B. von Worms undSpeier, J. 0., Pf- Johann, Albrecht und Philipp von Nassau, Philipp demAe. von Hanau, den Städten Strassburg, Worms, Speier, Weissenburg,Landau beschickte Landrettungstag zu Weissenburg beschloss am 11. No-vember, den Weissenburger Abschied von 1577 (no. 66) auf alle Invasi-onen und nicht versicherten Durchzüge auszudehnen, den Elsässer Land-rettungsverein (vom 2. Febr. 1578) zum Muster zu nehmen und einen•weiteren Tag anzusetzen (Mb. a. a. 0. 1257). Ueber den vergeblichenVersuch Würtembergs, den schwäbischen Kreis in Bewegung zu setzen,vgl. Sattler V, 57.
2) Ueber den Stand des simmerisch-veldenzischen Erbschaftstreitsim J. 1579 vgl. Moser, Patriot. Archiv XII, 17 ff. In einem Sehr, vom16. Aug. hatte G. H. dem Kf. geradezu mit dem „Faustrecht" gedrohtund bemerkt: „so würde darum das ganze reich um E. L. willen nit uf-satteln."
186. Johann Casimir an Kur fürst Ludwig. 31. Okt.
Kaisers-Auf dessen Sehr, vom 26. Zeitungen von Strassburg, der von au ernMalroy sei dort angekommen und habe dem Rat berichtet, seinVolk sei nicht stark — 1800 zu Fuss und 500 zu Ross. Der andereHaufe bei Mümpelgard sei bei 3000 Schützen stark. Sie bieten hinund wieder ihren Dienst an, da ihnen ihr Anschlag auf Strassburg,„wie die vermuetung und sage gewesen", misslungen ist. Ratsam,sich gefasst zu halten, nach dem Weissenburger Abschied. Erwartetvon einer weitern Weissenburger Versammlung keinen besonderenNutzen, „zudem die erfarung hiebevor geben, da man schon etwaswider die auslendische beschlossen, nit in gehaimbde gehalten undinen etwan hernach schier zu fuess gefallen, dardurch dann uuserkleinmutigkeit und forcht am tag, inen aber destomehr uhrsach zuiren practiken gegeben"; will jedoch schicken und sich bereit halten.
Mb. 112/1 f. 1028. Or.
187. Johann Casimir a n Kurfürst Ludwig. 31. Okt.
Kaisers-
Lässt es bei seiner L. überschickten Erklärung wegen des lauternKriegsvolks bewenden. Hat mit Georg Hans weitläufig discurirt,aber nicht bemerken können, „des S. L. etwas damit zu schaffen,oder auch das sie das geringste irer vermainten erbforderung hal-ben damit furhetten, *) also das wir darfur halten, man werde sichderenhalb nichts zu befaren haben, wie dann wir und unsere ratemit S. L. der ausgegossenen betroungen halben uach notturft ge-regt und dieselben S. L. beschwert. Dann solte uns S. L. wegenherunder etwas verdechtigs furkommen sein, mögen E. L. uns freund-lich woll zutrauen, das wirs derselben nit verschwigen haben wolten."Will wegen Aufmahnung der Kreise nicht Mass geben und sich auf
den Notfall dem letzten Weissenburger Abschied gemäss verhalten.
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Hb. 112/1 t 1049. Or.
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