356
1579
187-189.
31. Okt. 1) In einem undatirten Zettel an J. C. (Darmst. Cop.) beteuert G. H.
bei seiner höchsten Seligkeit von den Anschlägen Guise's, Maleroy's undBuy's nichts zu wissen und erbietet sich, gegen den Urheber des GerüchtsdasB er mit Frankreich Strassburg, Ehrenbreitstein und Speier weg-nehmen wolle, seine Unschuld mit Mund und Faust zu verteidigen.
6. Nov.Worms
4. Nov.Strass-burg
188. D. Konrad von Ofenbach an Landgraf Georg.
Man sagt, dass Johann Casimir etwa 14 Tage nach Martiniöffentlich anziehen wolle „und das also S. F. Gn. sampt pfalzgr.Georg Hansen in dissem spill mitbegriffen sein sollen"; um so glaub-licher, „dieweil die obristen, als nemblich der her von Clerevant,monsyr de Landy, D. Beuterich und andere mer, hugenotisch undeben diejenigen sind, welche zuvor hochermeltem pfalzgr. in kriegs-wessen beigewonet. So liegen itziger zeiten der von Landy, D.Beuterich und etliche andere französische graven und obristen samptdem von Walbron alhie in ofner herberig, reuten täglichs ab undzu, under dem schein, als ob sie die stat besehen wollen, darzusie dan herzog Johan Casimir an den rat alhie verschrieben hat.Wan aber der vertrag ires teils nit gering ist, so hat man albereituf weg gedacht, sie us der stat zu pringen 1 ) und nach gemeinerstat notturft gute beraitschaft anzustellen." .... Man sagt, Guiseziehe gegen jenes Kriegsvolk, 2 ) welches desshalb an der ZabererSteige umgekehrt sei. Auf der anderen Seite soll Schwendi 2 starkeBlockhäuser errichtet haben, ein grosser Teil des Volks aber beiBitsch und Hornbach liegen.
Darmst., Hr.- und Mil-Angel. Conv. 2. Or.
1) Bürgermeister und Bat zu Worms wandten sich desshalb wieder-holt (3. 6. Nov.) an Kf. Ludwig, da sie J. 0. Unwillen zu erregen fürch-teten. Am 3. Nov. war der Graf de La Roche-Guyon dort eingetroffen.Pierre de Chätenoy, gewöhnlich mons r de Lanty (Lanti) genannt, hatte1578, Hans Bernhard von Walbron 1576 und 1578 unter J. C. gedient,vgl. no. 23 A. 2; no. 108; 137. Lanti war nach einer Zeitung (Ma. 401/13)am 9. Okt. in Zabern über Nacht, von wo er nach Strassburg wollte, umSchiffe zu bestellen.
2) Nach einer Zeitung aus Lothringen (ebd.) zog Guise um die MitteOktober von Langres nach Vauillers (Vanvillers).
189. Meister und Rat zu Strassburg an Kurfürst
Ludwig.
Werden den Weissenburger Tag beschicken. Rückzug desKriegsvolks; ein Teil davon, guisisches Volk, nach Marsal, dieandern auf Lützelburg zu. *) . . . . Was den Zettel im letztenSehr, des Kf. [vom 31. Okt.] anlangt, „des von Malleroy Verstrickungoder den Schlosser betreffend, bei dem alle unsere statt tor zuoffnen solten instrumenta funden worden sein", so hat sich nichtsdergleichen begeben, obwohl sie auf empfangene Warnung Erkun-digung eingezogen haben. 2 )
Mb. 112/1 f. 1194 Or.