158-160. 1579 337
Denmark hab S. F. Gn. etlich mal geschrieben und gebeten, das 3. MärzS. F. Gn. zu I. K. W. kommen wolle. 3 ) Ob sie nun wol nichtsagen, das es itzo geschehen wurde, dennoch aber geben sie fastzu vorstehen, wan man auch in Engellant so lang zu bleiben höf-ligkeit halben und mit fugen nicht ursach hette, das man einenandern weg die zeit hinzubringen und den donner furuber gehenzu lassen furnemen möchte. Und in summa, sie wissen itzo nicht,uf welche seite sie sich wenden sollen. Es ist inen auch die carteso seltzam vormischt, das sie sich und ire treffliche consilia, so inirem ersten ausschreiben begriffen, nicht recht recolligiren können."
Dr. 9978, Schriften mit Abr. Bock 1579. Eigh. Conc.
1) Kurf. Rat, damals am Hof der Pf. Elisabeth, Kluckhohn, Ehep. 57 ff.
2) Wilhelm Eitel von Neidecken, Hofmeister J. C.
3) Vgl. no 118.
159. Abraham Bock an Kurfürstin Anna. 13. März
Neustadt
Ausführlicher Bericht über seine Wahrnehmungen. J. C. Re-gierung (Wambold, Ehern, Vögelin). Der Streit zwischen Zulegerund Beutterich; der letztere „vexirt die andern alle." Beschwerdendes lutherischen Hofpredigers der Pf. Elisabeth; Unterredung mitdem Statthalter Wambold über das Verbältniss J. C. zu seinenSchwiegereltern. Beutterich soll von J. C. eine schriftliche Er-klärung erlangt haben, dass er den Krieg nicht geraten. BeschwerdenJ. C. und seiner Umgebung gegen die Pfalzgräfin, die er seinerseitsernstlich und ausführlich verwarnt. Missverstand unter den fürst-lichen Frauen, namentlich zwischen der Kurfürstin und FräuleinKunigunde Jacobe [Tochter Friedrichs III].
Dr. 9978. Eigh. (theilweise im Auszug hei Kluckhohn, Ehe J G- p. 59 IT.)
160. Johann Casimir an Ludwig von Würtemberg. 19. März
Neustadt
Seine englische Reise; 1 ) war während der Rückfahrt 9 Tageund 9 Nächte auf der See. Da nun die Reiter schon im vollenAbzug waren, ist er nicht mehr, wie er vorhatte, zu diesen, 2 ) son-dern gleich heimgegangen und vorgestern hier angekommen, wo erGemahlin und Tochter 3 ) wohl vorfand.
St- Pfalz- Or.
1) Näheres hierüber bei Languet, Are. II, 772 ff; Lodge, Illu-atrations of british history II, 204 ff. Die Verleihung des Hosenband-ordens an J. C. (8. Febr.) machte viel Aufsehen; auffallender Weise gingin Frankreich schon im Mai 1578 das Gerücht, die Königin habe denKaiser, den K. von Dänemark und Casimir zu Rittern des Ordens ernannt(Deajardius IV, 167). J. C. englische Reise besang mehrfach der Neu-märker Jakob von Palkenburg (Casimirus sive de concertatione Eliaecum Baalistis; David; Goliath, sämmtlich London 1579J.
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