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10. Febr. 157. Die sechs Kurfürsten an den Kaiser.
Auf dessen Werbungen wegen der niederländischen Unruheund französischen Praktiken. Raten zur Continuation der Friedens-handlung, für den Fall des Fehlschlagens zu einer R-Versammlung;sonst wäre eine solche, ehe die Wormser Heimstellung vollkommenbeendigt, kaum nützlich oder förderlich.
Dr. 9309, Cop.
1. März 158. Abraham Bock 1 ) an Kurfürst August.
Neustadt
(J. C. Abreise von Gent; Anschläge auf seine Person. FeindseligkeitOraniens. Eigennützige Freundlichkeit der K. von England. Anerbieten
Dänemarks.)
.....Neidecker 2 ) hat allerlei berichtet, „sonderlich aber
das herzog Johan Casimir von Gent gar eilents und vor tag, auchalso nach Engellant unvormerkt aufgezogen, das ehr oder imandsanders von reutern oder hofgesinde nichts davon gewust habe. . . .Ich halt es aber auch gleichwoll allen umbstenden nach davor,das üeissige bestallung uf S. F. Gn. person gemacht sei. Und ob-wol S. F. Gn. einen weiten umbschweif vorhin genommen, auchnachmals nemen mochten, so werden sie doch allen muglichen fleisstuen; und dorfen sich S. F. Gn. weder uf den prinzen, graft Guu-thern noch imands anders disfals vorlassen, wi dan eine, wo nichtmere posten neulich seint nidergeworfen worden." Neidecker batden Prinzen im Namen J. C. um ein Zehrgeld von den Staaten undetliche Schützen für das Gesinde des Pf. „Aber nicht einen groschenoder hakenschutzen hat ehr erlangen mögen. Man hat sich auchso fremde und honisch gestelt, als wie man spreche: Ich kennedes menschen nicht. S. F. Gn. leut seint so zurissen und elendheimkommen, das der kleidung und dem ansehen nach, wan mansie nicht kente, den meren teil vor arme mendicantes geachtetwerden mochten. Und wiewol sie es nicht gern tuen, dennochglauben sie und ist inen der glaub numer in di haut kommen, dasE. Ch. Gn. des hern treuer Eckhart et fidus Achates gewesen, dassie auch nicht mit wenigem schaden und schimpf im werk erfaren,wi schwer es inen gefallen, das sie E. Ch. Gn. treuherzige wol-gemeinte vilfeltige erinnerungen und vornunftige bedenken so geringgewogen und hindan gesetzt haben. Noch dennoch dorfen sie sovormessen schreiben, wie die kirchen so trefflich des orts zunemen.
Herzog Johan Casimir schreibt S. F. Gn. stathalter alhie, ge-nant Philipsen von Wambolt, mit eigner haut, das inen der zug,sonderlich die reise in Engellant nicht reue. Und wiewol ich nichtweiss, wie es S. F. Gn. meinen, so glaub ich doch, die koniginwerde S. F. Gn. das maul schmiren und sich befleissigen, es dahinzu richten, wie bis daher geschehen, dass sie anderswo Uneinigkeitstifte und erhalte, dadurch sie und ihr konigreich in hoher auf-nemen kommen möge. Ich hab auch alhie vortreulich mer als einmal von den reten ein ungeverlich wort gebort, der konig von