Druckschrift 
1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
Seite
317
Einzelbild herunterladen
 

135. 1578 317

man mit demselben, da die 3 Monate vorflossen, handle, ob sie 18. Okt.länger dienen sollten oder wollten;als dann solte es uns frei-stehen, uns ferner einzulassen oder aber abzuziehen. Was aber dieunderhaltung für unser person ahnlangen tette, hetten wir uns jeund alwegen, wie auch noch, dahien erclert, das wir für unserperson von den Staten weder heller noch pfenning begerteu; woltenauch die verflossene drei monat und was wir noch ferner dienenwürden, nit allein inen den Staden, sonder vielmehr dem gemeinenmann und der sachen zum besten us unserm seckel gedienet haben.Dabei es also noch beruhet."

Diese Handlung dauerte drei Wochen, während deren er zuBrüssel war.Und weiln wir ohne das unsern pfennig dess ortsso woll als anderswo zeren müssen, so haben wir lust gehabt, andereprovinzen, furnemblichen aber Flandern, welches der schönisteneine und darinnen die religion angestelt ist, zu besichtigen; woltenuns also von Brüssel erheben und gein Gent begeben. In demeschicken die von Gent zween vom adel zu uns gein Brüssel undlassen uns undertenig ersuchen, das wir denen von Gent und derprovinz Flandern zum besten fünf oder sechshundert pferde vonden unsern vom lager abfordern wolten, welche sie zu gebrauchenhetten, uns doch nit ustrücklich vermeldet, warzu, sonder allein dieVertröstung und zusag getan, das sie woll gehalten und inen keinschade zugefugt, auch da sie es begerten, wider mit schützen zumhäufen begleitet werden solten. Wann wir dau betrachtet, was füruhnordnung im läger in allen dingen furgehen, auch die überschweng-liche menge der reuter und uhngelegenheit des lands zur reuterei,das erst kurzlich zwo frischer fanen reuter im läger ankommen, zudem uns biebevor zugemuttet worden, ein fanen reuter von dreioder 400 stark naher Deventer in Geldern zu schicken, auch albereithei uns beschlossen hatten, diese landschaft zu besichtigen, undalso zu unserm gleit und Versicherung solcher anzahl pferde vil-leicht bedürftig, so haben wir denen von Gent die 600 pferde be-willigt und darauf unser hoffgesinde, hoff- und Moritz von Donepsunsers rittmaisters fanen abgefordert und uf Audenar, welches zwotagrais vom läger, beschaiden; wir auch umb dieselbe zeit mitdenen, so bei uns, deren uf 80 pferde gewesen, zu Gent ankommen,da wir nit allein herlich empfangen, sondern auch die zeit überwir da gewesen statlich tractirt worden." Der Rat teilte ihm dortmit, etliche Wallonen, ursprünglich führerlos, jetzt unter Montigny,Lalaing's Bruder, hätten den Grenzflecken Meny [Menin] einge-nommen, und ersuchte ihn um Rat und Hülfe,dieweil sie unsernit allein von dieser Walonen wegen begert, sondern auch gewissenachrichtung hetten, das dies nit ein neuvv, sondern ein lang vonden Papisten, angesponnenes werk were, darhinder etwas merklichsverborgen lege, wie solches die tägliche erfarung mit sich brechte."Er wies sie anfangs ab und an die Generalstaaten.Dagegen sienoch heftiger bei uns angehalten und anzaigt, es were ein langsambwerk mit den Staten und keine resolution bei ineu, und da sie ufdieselb warten solten, wurden sie inmittels umb die hals und dasland kommen." Er Hess sich nun bewegen, an die Grenze zugehen, und erfuhr hier, Alencon schicke den Wallonen noch 2000