270 1577 52-53.
13 Mai 52. Bürgermeister und Rat von Züri ch an JohannZürich Casimir.
Danken für die Exemplare von Kf. Friedrichs Confession J ).Wollen bei Strassburg die Wiedergestattung öffentlicher Predigtund Exercitiums für die armen Christen befürworten^) und über-haupt ihren Confessionsgenossen nach Kräften förderlich sein.
Za. Missiren. Com-.
1) Die auf Befehl J. C. erfolgte Publication der „Christlichen Con-feasion'' Kf. Friedrichs III (d. h. der Artikel 1 —3. des väterlichen Testa-ments) trägt in der deutschen und lateinischen Ausgabe (die französische,wovon Tossanus spricht, ist mir nicht zu Gesicht gekommen) das Datum:25. Februar 1577. Die deutsche Fassung hat Struv nach jenem Druckseiner Kirchenhistorie (p. 275—292) einverleibt und neuerdings Kluck-h o h n nach einem der Orig. Exemplare des Testaments neu herausgegeben(vgl. oben p. 195 A. 2). J. C. versandte am 11. März Exemplare derConf. (an Genf, Koch II, 145; an Zürich, Za; an Frankfurt, Frkf: anLudwig von Hessen, dessen Antwort 21. März Carlsr.), später (18. April)an Gottfart, Landschad, Hartmann und Pastor, die der Kf. darüber zuRat gezogen (Carlsr.).
2) Vgl. über die Schliessung der französischen Kirche zu Strassburg(20. Febr. 1577) Röhr ich, Gesch. der Ref. im Elsass III, 116.
18. Mai 53. Kurfürst Lud wig an Herzog Ludwig von
Ems Würtemberg.
Bedrohung der Stände der A. C. durch die sancta liga desPapstes; Umtriebe des Erzb. von Köln und des Legaten in Sachender Nachfolge im Stift. Schlägt Gesammtschickung an das Capitel,Abmahnung des Erzb.*) oder vorläufige engere Besprechung vor.
St. Or.
1) Hierum ersuchten die Wetterauischen Grafen den Kf. in einemausführlichen Sehr, vom 26. Juni. (Mb. 111/la f. 125 Cop.)
6. Juni 54. Dr. Johann Hegenmüller an Albrecht von
Speier Bayern.
Eine englische Botschaft war bei J. C, französische Hugenottenziehen ab und zu. England soll das Anrittgeld und 3 MonateSold erlegen, dafür Rochelle und Chales [!j als Unterpfand erhalten.Dietz von Schönbergs Aeusserung, der K. von Frankreich werdeeinen neuen Angriff J. C. nicht mehr abwarten, sondern auf deut-schem Boden zurückweisen. 1 ') J. C. soll nach dem väterlichenTestament Stadt und Amt Cham erhalten; eine schlechte Nachbar-schaft der Religion halben für Baiern und Böhmen. „Der pfalz-graff churfürst last die calvinische predicanten fein algemach nachund nach alle aus seinem land abschaffen. Und als sie die pfalz-gvevin churfurstin bei wenig tagen aus dem Embserbad widerumb