250 1577 36-37.
3. März 1) Nach J. Worms, hist. de la ville de Metz, p. 168 wäre die
Schliessung der reformirten Kirche noch 1576 erfolgt.
2) Guise verliess Blois erst am 7. März, um sich in seinem Gouver-nement für den Angriff auf La Cbarite zu rüsten (L'Estoile, Journalde Henri III, III, 214).
9. März 37. Antwort König Heinrichs III auf das AnbringenB loi s der Gesandten Johann Casimirs.
Hat ihr Anbringen im Namen J. C's und seiner Leute ver-nommen 1 ); wünscht die Zahlung ebenso sehr wie sie, konnte aberleider bisher das Geld hiezu nicht aufbringen; selbst ein blühendesReich würde solche Summen in so kurzer Zeit nur schwer erlegenkönnen. Trotzdem versichert er, nach genauer Untersuchung seinergegenwärtigen Lage und Mittel, dass er auf der nächsten Frank-furter Septembermesse zwei Monate des Solds erlegen werde, näm-lich die von Vaudemont verbürgten 500000 Livres und den Restder „partye de Castellas"; ausserdem kann ihnen Lothringen einenTeil der von ihm verbürgten Summe auszahlen. Mehr kann erfür jetzt nicht tun; bedauert die Unruhen, hofft aber die Abzahlungdoch allmählich zu bewerkstelligen. „Et quant ä ce qui touche lefaict des trois ostaiges, sa dicte M. avoyt cy-devant destine" aucunsgentilzhommes pour les envoyer audict seigneur duc Cazimir ä cesteffect. Mais .sur l'occasion des nouveaux troubles qui sont sur-venuz et pour la craincte qu'ilz ont eue de recevoir quelque mau-vais traictement, ilz se sont retirez." Er wird so gut es geht fürandre sorgen.
Ma. 544/15. Or.1) Die Werbung Beutterichs, die eine gewisse Berühmtheit erlangthat, wurde am 26. Februar vor dem König und dessen Räten angebracht(„Proposition faicte au roy estant en son conseil ä Bloys le 26 e feborier1577", Ma. 544/15, gedruckt hei La Pope liniere II, 355a—356b, mitunrichtigem Datum: 25. Februar; deutsch in: „Fr ankreich ischezeitung von schriftlichen und mündtlichen handelungen mit K. Maj. inFrankreich durch die deputirte abgesandte von wegen und in namen ....hörzogen Joban Casimirn . . . vnd der obersten, ritmaister, hauptleut vndanderer aller . . . Alles getreulich aus französischen vnd latinischen copienverteutschet". S. 1.1577 kl. 8). Am 7. März erfolgte dann die Aufkündigung derTerritorien, Pension und militärischen Würden, die J. O. beim Friedensschlusserhalten hatte („La renunciation faicte au roy des terres et estatz quemonseigr tenoit de S. M'e", Ma. a. a. O.; gedruckt bei La PopeliniereII, 356!>, mit unrichtigem Datum: 8. März, das auch Thuanus LXIII.23 gibt; d'Aubigne, bist. Ilf. 814/5; deutsch in der „Frankr. Zeitung').La Huguerye's Erzählung von einem Vergiftungsversuch auf B., der abermisslang (1, 443, auch in der vita erwähnt) wird von Melch Adam (p. 283),doch mit einem „fertur" wiederholt; vgl. La France prot. II, 258.Den von B. verlangten Pass nach England schlug ihm der König ab; vgl.das Sehr. Heinrichs III vom 13. März an seinen Gesandten Castelnau,dem er aufträgt, wohl Acht zu haben, falls „le docteur Butois, qui estfort grand ennemy des Catholiques," trotzdem Gelegenheit gefordert habensollte nach England zu gehen; derselbe sei zu St. Die [sur Loire] mitdem englischen Gesandten Paulet zusammengewesen (Mem. de Ca-stelnau, Ausg. 1731, III, 503 ff.). Vgl. die irrige Nachricht, dass B.wirklich dorthin gegangen sei, bei dem mit Recht verrufenen Varillas(hist. de Henri III, Haag 1694, I, 329).