31. 1577 241
Darauf S. L. sich entschuldigt, sie hetten die zeit nit; muesten 24. Febr.morgen frue uffsein und das volziehen, so angestelt.
10) Darauf ich angezeigt und begert, das solches doch zurwiderkunft furgenommen wurde, welches S. L. zu bedacht ge-zogen.
11) Wie nun die huldigung der berkstrassen ist eingenommenworden und S. L. wider gen Heppenheim ankörnen, bin ich desandern tags zu meinem bruder gangen, mich beschwerd und freund-lich gebetten eröffnung des testaments; dann ich begert desselbigenzu wissen, damit ich mich zu verhalten wusste und nit zuvil, auchnit zu wenig tete. Darauf sie freundlich 24 stund dilation begert.
12) Als nun S. L. zu Heidelberg ankörnen und ich abermalumb Öffnung angehalten, haben S. L. den prelaten zum Speinss-hard, Kodnit und Schwär tzmeyr zu mir geschickt und begert, miteröffnung des testaments bis zu S. L. widerkunft inzustehen; ichaber nochmals darumb fr. gebeten. Hergegen S. L. durch gemeltegesandte anzeigen Hessen, das sie dissmals irer gescheft und irergemahel krankheit halben nit langer bleiben könten, und nachmalseinzustellen begert. So haben sie doch entlich sich erclert, siewollen uff mein vilfeltigs anhalten solches eroffnen, und mich be-fragen lassen, wen ich darzu ziehen wolt. Darauf ich mich erclert,ich begert niemands darzu zu ziehen, weil ich ratloss bin; sie woltenmir freundlich vergönnen, den marschalk Christoffen von Gottfardtund faut zu Heidelberg, weil sie bei der Pfalz herkomen und ver-.trauet weren. Darauf S. L. sich ercleret, sie weren wol zufriden,und haben begert, ein secretarium soll ich darzu ziehen, welchesbesehenen; hab Hans Kaufman, so weiland Pfalz camersecretariusgewesen, darzu erfordert. S. L. haben den prelaten vom Speinss-hardt, Schmidperger und Schwartzmeyr sein secretarium darzu.gezogen.
13) Als nun S. L. zwei exemplaria von den vier originaliender disposition herausgenommen und von obgemelten personen, sodabei gewesen, handtreu genommen, solches bei ine pleiben zulassen.
14) Wie die disposition verlesen ist worden, haben S. L. ufmein begeren mir ein Originaltestament und das codicill behendigt;darneben furnemblich an S. L. begert, sie wollen dero marschalkund faut dero pflicht ledig zelen, uff das sie, sovil dise vatterlichedisposition betrifft, mir ratlich sein mögen; welches S. L. inen incontinenti bevolen.
15) Darauf ich nach mittag mich mit inen beredt und dahingeschlossen, das S. L. solte anzuzeigen sein, das ich im testament
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