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24. Febr. 3) Als nun Tossanus seine predigt am montag getan, hab ich
vermeint, mein bruder solte auch in die predigt gangen sein, inbedrachtung, Tossanus und mit andern sich erhotten, die predigtfurzulegen; welches also verblieben und S- L- nit erschinen.
4) Desselbigen tags nach mittag haben S. L. alle rät, wie sietitul haben mögen, erfordert und pflicht von inen genomen. Alshernacher die kirchenrät besonders erfordert und die pflichten voninen genommen worden, hat inen S. L. also ir ambt verbotten, keinkirchendiener anzunemen und sich furterhin ires ambts furthin ge-purlich zu verhalten.
5) Oleviauus aber, welchen man die canzel verbieten und inenin continenti abschaffen wollen, ist alspald darauf zu rede gesteltworden, weil er bezichtigt, als solte er uffrurisch gepredigt, welcheser in meinem beisein verantwort, und ist ime hernacher sein ab-schied gegeben.
6) Als ich gesehen, das man so streng procedat, hab ich michdes rats entschlagen und disen dingen, weiln es wider Pfalz seligenreputation, nicht beiwohnen können.
7) Am mitwochen aber, als mein bruder die huldigung derstat Heidelberg annemen wollen und iu der stat sein predigt durchBarthl Hofman, meiner gemahelin prediger, wollen tun lassen, habenS. L. zu mir den herrn prelat vom Speinsshardt und Schwarzmeyrngeschickt und mich antroffen im neuen bau, als ich in der chur-furstin wittibin Stuben zur predigt gehn wollen, unangesehen HansWahl desswegen zuvor bei mir auch gewesen und mich freundlichentschuldigt hette, widerumb begert, ich wolte mit S. L. hinunderin die kirch geen, weiln sie huldigung darnach einaemen wolten. Dar-auf ich mich nochmals entschuldigt und also fortgangen, jedoch micherpotten, nach der predigt uffzuwarten und der huldigung beizu-wonen, als auch geschehen.
8) Nach mittag bin ich zu S. L. gangen und meiner confessiongegen S. L. rund erclert, bittend, dieweil ich sehe, das sie endlichgesinnet, die kirchen und dero diner abzuschaffen, nachmals deroherr vatter under der erden die schand nit anzutun und michmeines gewissens halb auch freizulassen.
9) Als nun die huldigung eingenommen worden und S. L.die berkstrass angestelt einzunemen, hab ich begert, das testamentgeöffnet möcht werden, wie auch die hohen rät einmütiglich darzugeraten, dann es breuchlich und billich für einnemung der huldigung.