Druckschrift 
1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
Seite
234
Einzelbild herunterladen
 

234 1577 23-24.

24. Jan. Navarra's und der Hugenotten an J. C. vgl. unten das Memoire vom 21.Juli und die Instruktion Navarra's vom 1. Oktober. Von der DesjardinsIV, 99 (31. Dez. 1576) erwähnten Gesandtschaft J. C. bei Katharina weissich nichts Näheres.

2) Diese Legation bestand aus Beutterich, dem Rittmeister HansBernhard von Walbron und dem Schweizerhauptmann Bernhard Tilman(vergl. Ilaller und Müslin, Chronik p. 191 ff; 2lt>); ihre Instruktion(Heidelberg 21. Januar, Ma. 544/15 f. 17 Conc.) ging auf Werbung n beider K. W., deroselben frau mutter, herzogen von Alanzon und andernin beisein der stende wo muglich" und fasst die deutschen Forderungenfolgendermassen zusammen: 1) Erlegung der Rückstände von den erstenzwei (100000 Franken) und folgenden 3 Monaten (150000 Fr) sowie des6. und 7. Monatsolds, 2) ferner der Auslagen der Obristen und Rittmeistergelegentlich der von ihnen besuchten jetzigen Strassburger und künftigenFrankfurter Messe; 3) Abfertigung eines Commissars zur Abrechnung derSchulden von 1568 und 1569; 4) Ueberlieferung der versprochenen Geiselnan die Gesandten; 5) Rückzahlung der dem König von J. O. vorgestreckten100000 Franken an die Gesandten, 6) der rückständigen 77695 fl. anKurpfalz auf der Frankf. Fastenmesse, 7) der von K. Elisabeth an Kur-pfalz geliehenen 50000 Kronen an England; 8) Rückzahlung der von J. C.an Alancon geliehenen 11000 fi an die Gesandten. lieber die Werbungselbst vgl. unten die kgl. Antwort vom 9. März.

2. Februar 24. Graf Adolf von Neuenar an Johann Casimir.Bedbur

War in der bewussten Sache beim Erzbischof, l ) der aberkeiner dingen etwas schriftlich von sich geben wollen"; da esReden waren, die der Feder nicht zu befehlen, wird Jörg vonWallenfels mündlich J. - C. Bericht erstatten. Nachdem das Capitelseinen Entschluss an der .freien Kur festzuhalten hat verlautenlassen, soll der Erzb. zwar seineu Plan einen Nachfolger einzu-drängen aufgegeben haben, dafür wurde aber die Praktik erdacht,den Vater des nächsten und jüngsten zum Capitel, Manderscheit-Giretstein, zu bestechen,denen von Freisingen an statt seines sonszu capitularn vorstehen zu lassen, also per liberam electionem zumchurf. stand zu gereichen." Gefahr einer Vereinigung von Köln,Freising, Hildesheim, Münster und Lüttich in der Hand des Her-zogs von Baiern. Dass J. C. auf das Anerbieten von 100 Pferdenund etlichen Schützen auf seinen Leib zu warten erklärt, er seivon den Staaten noch «nicht, aufgefordert ihnen zuzuziehen, werdeauch erst bedenken, ob sMclies ratsam, 2 )wurd solches aus ange-borner E. F. Gn. verstendigkeit wol geschehen." Würde einen Zuguuter J. C. gern mitgemacht haben. Gefährliche Krankheit seinesVetters Hermann von Neuenar-Mörs; im Fall seines Tods könntenetliche scharpfe vögel die greifenglauwen in die graveschaft Morsund andere statliche stucken zu schlagen vermeinen"; bittet, fallsJ. C. dieser Orten sein würde, um dessen Vorschub und Beför-derung.

Mb. ill/3a f 20. Or.

1) Bezüglich dieses schon seit Jahren spielenden kölnischen Handels(Rücktritt des Erzb. Salentin von Iser.burg, Bemühungen Baierns seinemSohn Ernst die Kur zu verschaffen und schllessliche Wahl des nachmalsvielberufenen Gebhard Truchsess von Waldburg) kann ich auf eine dem-