24-27. 1577 235
nächst erscheinende eingehende Monographie von Max Lossen ver- 2. Februarweisen.
2) Vgl. oben p. 209; 221; ein Sehr, aus Antwerpen vom 28. März1577 (angeführt im Compte-rendu de la commission d'histoire, Brux-elles, III. 2, 364) spricht bereits davon, dass Casimir mit 5000 Reiternauf englische Kosten kommen solle. Adolf von Neuenar hatte am 11. Aug.1576 bei Kurfür'stin Amalia um ein Empfehlungsschr. des Kf. Friedrichgebeten, da er in englische Dienste treten wolle (Mb. 96/5 eigh.).
25. Johann Casimir an die Herzoge Heinrich und 4. FebruarFranz von Sachsen-Lauenburg. Heidel-
berg
Warnung vor den an die bevorstehende Resignation des Erzb.Salentin von Köln sich knüpfenden Praktiken; die Herzoge sollensammt ihren Mitkapitularen auf eine der deutschen Freiheit undbisherigen Correspondenz zwischen den Kff. günstige Wahl bedachtsein.
Mb Hl./3a f. 8. Cop.
26. Kurfürst Ludwig an Johann Casimir. 7.Februar
Amberg
Hat dessen Sehr, vom 21. Jan. „nit one 'sondere betrübung"gelesen ; erkennt den Einfluss derselben Leute, die ihn seinem Vaterzu entfremden suchten. Was er tut, geschieht keinem Menschenzu Lieb oder zu Leid, sondern nach seinem Gewissen, das ihn zurFortpflanzung der wahren Religion verpflichtet und keine Duldungder widerwärtigen Opinion gestattet. Sein Vater und J. C. habenja durch das Verlassen des Papsttums ihre Vorfahren auch nichtverunehrt. Will J. C- durchaus nicht Mass in Religionssachen geben;seine Feinde, die seine Worte falsch auslegen, haben früher rechtgeheissen, „uns solle keine kirch zugelassen werden, und das unsangemutet worden ist, wir solten andere hörn und ire bucher lesen."Wegen der Gerüchte aus Frankreich kann er nicht wider Gott undGewissen handeln. J. C. sollte seine Massregeln fördern, wie aucher J. C. in religiösen wie in politischen Sachen Dienst erzeigenwill. Lehnt Zulegers Entschuldigung ab.
Mc. 991. II. f. 158. Or.
27. Soldan von Wirsperg und Bernolff von S.FebruarGemmingen an Kurfürst Ludwig. Heidel-
berg
Haben am Mittwoch den Prediger zu S. Egid in Speier, Geor-gius Infantius iu zweien Tagen abzuziehen abgeschafft und ihm dieKirchenschlüssel abgenommen. Als sie dann nach Heidelberg kamen,war Infantius bereits da und bei Hof; auf ihre Werbung er-klärte J. C, er wolle Erkundigungen einziehen, worauf sie repli-zirten, Infantius habe sich zwar entschuldigen wollen, aber doch„fast mitbekent" und nur eine Vermäntelung vorgebracht. J. C.verschob ihre Abfertigung, da er ihnen Verschiedenes an den Kf.mitgeben wolle. 1 ) Der Voit Dr. Hartmann sagte ihnen, er habeihnen viel anzuzeigen, das der Feder nicht zu vertrauen und doch