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1 (1882) 1576 - 1582
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224
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27. Nov. theologum, und ob ich woll doctor Schnepfen begert, *) so hab ichdoch woll vermuten mögen, das man desselbigen bei der hohenschul nit woll möge entraten, und es derwegen zu S. L. gestellt,mier disen oder ein andern zuschicken. Das nun ir komen seien*),tue ich mich gegen meinem vetter und bruder freuntlich be-danken und sihe euch gern, dan wier einander lang gekennet etc.und ich woll weiss, das ir bei meinem geliebten herrn und vetterherzog Christoff, woll herkomen, und hab noch ein gnedig gut ver-trauen zu euch.

Nun wisst ir, wie die kirchen in der churf. Pfalz vill jar herübel verwundt und grosse Unordnung fürgeloffen.

So will ich nun das reich gottes am ersten suchen und sehen,das meinen undertanen gottes wort lauter und rain fürgetragenwerde, auch die h. sacramenten vermög der Ordnung und einsatzungChristi gehandlet und gereicht werden, und mich daran nichts ver-hindern lassen.

Und solle die lehr gerichtet werden nach gottes wort und da-rinnen gegründter A. C. und apologi. Und die kirchenceremoniensollen gehalten werden nach der alten kirchenordnung herzog OttenHeinrichs,**) und solches darumb, das man nit sage, man machetwas neuwes, sunder meniglich sehe, das ich es beger in den altenstand zu bringen, wie es bei herzog Otten Heinrichs zeiten gewesen,und das ichs darfur halte, solche kirchenordnung seie dem wortgottes gemess und (sich gegen Kettnich wendend) dem bewusstenvorstenden werk (welches ich von der sachsischen concordia ver-standen ***).

Und weil ich anderer meiner gescheft halben muss von hinnenverraisen, so ist mein beger, das ir bis zu meiner widerkunft daswerk allhie neben euwern adjuneten helfen anfahen und die pre-dig zum hailigen gaist helfen verrichten. So soll euch dieselbigekirchen aus meinem bevelch alsbald eingeraumbt werden und die,so bisher darinnen gepredigt, genzlich abgeschafft werden, das siederselbigen kirchen müssig gen und euch nit irren sollen. Ichwill auch bevelch geben, das man das dischlin under der canzel,daruf sie ir brotbrechen gehalten, hinweg ton soll und ein altarsetzen und zurichten an dem ort, da er zuvor gestanden.

Ir werdet euch wissen aller beschaidenheit zu halten und euchnit irren lassen der ander unbeschaidenheit und der gottlosen leut,die sagen, wir seien ärger als die Papisten, mit unserm bröterngott, und seien fleischfresser.

Mier ist es auch nit zu ton umb das welsch und niderlendischgesindlin, sunder umb meine bevolne schäfflin und undertanen,wan nur die recht gewaidet werden. Ich weiss auch, das noch vill

*) Am Kand:Verba sunt electoris. Nihil dissimulare, sed referre,quod dictum est, detrai."

**) Am Band:Ir Ch. Gn. haben deren herrn vatters gar nicht ge-dacht."

***) Am Rand:J. Ch. Gn. haben sonst desselbigen werks nitweiter gedacht; hab aber kein zweifei, J. Ch. Gn. werden das sechsischscriptum haben."