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November testament nit kan abweichen, kan auch ich E. L. [l] bruderlichund freundlich uud bei der höchsten warheit, die ich vor gott hier-mit bezeuge, keins wegs raten, das sie so geschwind unerkant dersachen in kraft ires oberkeitlichen gewalts enderung in kirchenund schulen in der chur mache.
Dan obwol E. L. für sich einer andern meinung vom heiligenabentmahl des herrn, so ist doch solches kein ursach, das sie da-rumb sollen alles abstellen, was mit derselben meinung nit zustim-met. Dan das were ein schwer ding, das sovil menschen gewissenin einer landschaft eines herrn gewissens halben muesten beschwertund so oft ein neuer herr, so oft ein neue religion angestellt undgeduldet werden. Und ob wohl wahr, das unser freundlicher undgnediger lieber herr vatter seliger gedechtnuss enderung furgenohmen,so ist doch solches nit in der ganzen religion, sonder einem ein-zigen puncten des nachtmals des herrn halben allein und nit ausirem eigenen willen, und gutdunken, sonder uff stadtliche vorgehendehandlung und colloquia aus gottes wort furgenohmen und behaubtetworden.
Vermeinen dan je E. L. und ire theologen, das sie uf bessermgrund stehen dan weiland unser herr vatter seliger, ich und dieganze universitet alhie, alle kirchen- und schuldiener dieses landesund der groste teil der undertanen, so handien E. L., wie vonanfangk in der christlichen kirchen der brauch gewesen, haltencolloquia, bescheiden die kirchendiener gegen einander für, lassensie öffentlich gegen einander hören. Wer dan sein sach aus gotteswort besser beweisen kann, der pleib, und weiche der ander. Alsotuet gott dem Adam im paradies, rufft und hört ine, ehe er ineverdampt Also hat Constantinus Magnus getan. Also hat auchweiland unser herr vatter oftermals hie und zu Amberg getan. Dar-durch werden E. L. dieser beschwerlichen nachredt geubrigt sein,das sie ires herrn vatters testament zuwider haben kirchen undschulen ohn erkantnuss und unerhört meniglich auf weniger leut an-reizen über ein häufen geworfen, welches I. Ch. Gn. sovil muhe, arbeitund gefahr gekost zu erbauen. Also tuen auch E. L. nichts wider irgewissen, und pleibt die landschaft in stiller ruhe, und pleiben dierete und beambten, auch undertanen ruwig jedes in seiner Ordnung»bis E. L. mit wolbedachtem mut die sachen für henden nemen, dietheologos gegen theologis verhören, selbst dabei seien, wie unserherr vatter loblich getan, darzu ich mich dan auch erpiete. Alsogeben auch E. L. weder inheimichen noch frembden einichenanstoss oder ursach, das der frieden in Frankreich gebrochen unddas alle die beschwerungen mir, den es haut und alles, was ich in