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1 (1882) 1576 - 1582
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Am 25. August hielt der junge Pfalzgraf seinen festlichen Ein-zug in Heidelberg; er wurde vom Hof und der bewaffneten Bürger-schaft unter Geschützsalven empfangen, mit dem Lorberkranz ge-schmückt und wie ein Triumphator in die Stadt geleitet. SeinVater führte ihn freilich zur Schlosskapelle, wo der glücklich Heim-gekehrte noch im Kriegsgewand sein Dankgebet verrichtete. Aberdie Predigten und Reden, die den neuenGideon" undAlexanderden Grossen", dieZierde von Germanien und Gallien" verherr-lichten, hielten sich nicht in den Schranken christlicher Demut. 1 )Auch der alte Kurfürst sonnte sich freudig in dem Glanz seines jungenJosua" und hörte ohne Widerspruch auf die masslosen Schmeiche-leien und die kühnen Luftschlösser der Hofleute und Räte, dieJohann Casimir fürden feinsten Fürsten unter der Sonne" er-klärten. Und wenn man in Heidelberg meinte, Kaiser und Reichwürden jetzt die Pfalz mit andern Augen ansehen, so war dasnicht einmal so übertrieben; wenigstens für den Augenblick dachtender Kaiser und besonders die geistlichen Kurfürsten an die Mög-

betreffs der Geiseln, Heidelb. 2. September). Ein Versuch des Hofs,durch den Gesandten Beaufort den alten Kf. zu einer wiederholten Her-abstimmung der casimirischen Forderungen zu veranlassen, hatte Fried-rich ziemlich deutlich zurückgewiesen (Werbung Beaufort's beim Kf.7. Juli, Beantwortung 9. Juli, Mb. 110/1, Missiven zwischen Pfalz unddero Räten ao. 76, f. 201 ff; vgl. Kl. II, 972).

1) Quirinus Reuter, oratio de vita et morte Joh. Casimiri p. 15 ff;Tossanua, oratt. p. 233/4;-vor Allem Guil. Rodingus, Oratio ad ill mum prin-cipem Johannem Casimirum, Heidelb. 1576. Letztere Rede wurde am29. August gehalten und ist, abgesehen von ihren unsinnigen Lobeser-hebungen , dadurch beachtenswert, dass eine auf den ersten Blick sehrunglaubwürdig erscheinende Erzählung Brantome's, J. 0. habe seinem Ein-zug die Gestalt eines altrömischen Triumphs gegeben, wenigstens teil-weise bestätigt wird. Roding berichtet nämlich (p. 18), dass der jungePfalzgraf bei seiner Einholung vor der Stadt mit einem goldenen Lnrber-kranz (serto aureo laureatoque") geschmückt wurde. Ferner ruft erdie Pfalz und Deutschland, alle Stände zur freudigen Teilnahme auf:triumphent et te equis albis et curru inaurato lauro capite coronatumRomano triumphantium more in urbis. Heidelbergae capitolium vehantatque deducant" (p. 5.) Die altrömisc.h herausstaffirten Ochsen Brantome'serwähnt bereits dasAdvertissement des catholiques anglois aux FranQoiscatholiques", 1586, p. 81. Von der grossen Masse der mit Beute gefülltenWagen, die das Heer mitherausbrachte, spricht nach Bericht von Augen-zeugen Johann Sturm, der überhaupt Johann Casimirs Zug herb kritisirt(de bello adversus Turcas perpetuo adminlBtrando . . sertnones tres,herausg. von Reusner, Jena 1698, f. 121/2; 137/8).