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die niederländische Friedens;! aktation dazwischen und die zuneh-menden Klagen der Hugenotten über mangelhafte Ausführung des Ediktsveranlassten Johann Casimir, nochmals als der Anwalt der französischenGlaubensgenossen aufzutreten; Dr. Weyer musste dem Pariser Hofwieder eine jener Lektionen erteilen, deren halb religiöser halbsoldatischer Ton allmählich zum regelmässigen Stil der pfälzischenDiplomatie wurde. *) Eine Lektion anderer Art war die Verhaftungdes Parlamentspräsidenten Bellievre, der vom König an die deut-schen Truppen abgefertigt war; da er die Forderungen nicht be-friedigen konnte, Hess es Johann Casimir zu, dass die Offiziere ihnund einen königlichen Commissär festnahmen, und führte sie bisnach Heidelberg mit. Die vom König gestellten Geiseln wurdengleichfalls scharf bewacht und rücksichtslos behandelt. So nahmendie gegenseitigen Recriminationen kein Ende, auch als das Heerendlich im August das französische Gebiet räumte. 2 )
andern. Am 17. Juni schreibt Bellievre dem König aus Cbätillon surSeine: „Ces gens sont fort avant a traicter des affaires de Flandres etdesirent de retenir pres d'eux mon dict seigneur ä ce qu'ils en ayentprins resolution. II semble que ceux de la nouvelle religion ont fort acoeur ceste entreprinse" (Pb. V c Colbert 8 f. 180). Die im Text aDge-fiibrte Aeusserung Joh. Casimirs bei Gachard IV, 174 A. Vgl. auchBouille III, 27.
1) Thuanus LXIII. 3; Weyer's "Werbung gedr. bei La PopeliniereII, 318/9: die Antwort des Königs vom 27. Juli Pb. Dupuy no. 99. "Weyer,über dessen „extreme avarice" nicht nur La Huguerye, sondern auch Moleklagt, wäre kurz vorher beinahe ein Opfer der über die Soldfrage auf-geregten Reiter geworden (La Hug. I, 421). Dass in seiner "Werbungdie Beschwerden Conde's so kräftig vertreten werden, hat seinen gutenGrund ; Conde glaubte übrigens um diese Zeit sogar einen Anschlag aufseine Person von Seiten AlenQons befürchten zu müssen (Mem. de Bou-illon p. 153/4; La Hug. I, 440; Anmale, hist. des princes de Conde II,116/8).
2) Vgl. vor Allem Bellievre's ausführliches Beschwerdeschr. an Joh.Casimir, Andelot 11. August 1576 (Za. Frankreich). Am 13. August mel-dete J C. dem König die Festnahme B's. u. Harlay's, mit der Bitte dieZusage betreffs der Geiseln zu erfüllen (Pb. V c Colbert 8 f. 266; vgl. Kl.II, 996). Von den fünf zugesagten Geiseln wurden nur zwei, Yvesd'Allegres und Francois d' Escars, gestellt (Thuanus a. a. O; La Hug. I,428); Mole berichtet der Königin aus Nancy, 15. August, die Geiseln seien„menez jusques icy avee tonte 1'indignite qui se peult souffrir' (Pb.V c Colbert 8 ; ebd. ein dringendes Sehr, von Escars an den König umErlösung aus seiner sehr trübseligen Lage — „je suis icy comme ungbellistre" — Kaiserslautern 30. August, sowie eine Erklärung von J. C.