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Vorteil unter dem Druck finanzieller Fragen stand. Monatelan»musste er noch mit seinen unbezahlten Reitern und Knechten inFrankreich und Lothringen umherziehen, während der Hof in furcht-barer Geldverlegenheit immer neue Ausflüchte ersann und nur mitMühe in Lothringen und der Schweiz die erforderlichen Bürg-schaften aufbrachte; auch die zugesicherte Auslieferung vonKleinodien und von vornehmen Geiseln Hess lange auf sich warten.Alengon hatte ebenfalls bei Johann Casimir Geld aufgenommen, waserst im Winter erstattet werden sollte. l )
Der Pfalzgraf, dessen Heer wieder wie im Jahr 1568 als be-schwerlicher Ueberrest der Kriegszeit die allgemeine Antipathie er-regte, erhielt von verschiedenen Seiten Warnungen, „man beabsich-tige ihm auf dem Heimweg noch einen Possen zu spielen." Wohlberiet er sich mit seinen Offizieren über die Aufnahme der Feind-seligkeiten, aber eine genaue Veranschlagung ihrer Streitkräfte, diedurch Krankheit und den Abzug verschiedener Truppenteile sehrgeschmolzen waren, sprach gegen jeden gewaltsamen Versuch. 2 )Man musste sich damit begnügen, Alencon tatsächlich als Geiselim Lager festzuhalten; 3 ) die Soldaten entschädigten sich auf eigene
1) Laut der Schuldverschreibung Alencjon's, Lislc sous Monreal 6.Juli 1576 (Mb. 90/12 f. 104) waren es 11000 fl., für deren Rückzahlungan "Weihnachten sich gleichzeitig La Noue verbürgte. — Von den zahl-reichen bisher ungedruckten Urkunden, Werbungen und Schreiben, die sichauf die monatelangen Verhandlungen des Hofs mit J.C. und 3einen Trup-pen beziehen, findet sich das Meiste in der Correspondenz Bellievre's (Pb.fonds fr. 15904, manche Ergänzungen V c Colbert 8), eine Reihe vonDocumenten in Abschrift Mb. 90/7, 90/11 und 90/12. Die HauptobligationK. Heinrichs III ist datirt Paris 27. Juli 1576. Ueber die Versuche desKönigs in Frankreich und im Ausland Geld aufzutreiben vgl. ausserL'Estoile, Journal de Henri III die Corrosp. des Königs mit seinem Ge-sandten in Venedig bei Charri6re III, 650 ff.
2) Mole's Bericht (a. a. O); Werbung und Beantwortung Bellievre's.20. Juni 1576 (Mb. 90/12 f. 90).
3) Johann Casimir sagte zu Mole, „que ses raupors et soupeonsetoier.t cause que Monsieur ä sa requeste avoit promis de ne se partirquül n'eut ete satisfaict au dict s 1 ' duc." Am 3. Juni schreibt der tos-kanische Gesandte aus Paris: Monsieur könnte sich vielleicht, auch wenner wollte, nicht von Casimir und den Reitern losmachen (DesjardinsIV, 71). AlenQon verliess das protestantische Hauptquartier erst am 7.Juli (La Hug. I, 439 A. 1, vgl. Kl. II, 980), nachdem er an Joh. Casimirund dessen Offiziere eine Art von Urlaubsgesuch gerichtet hatte („siewollen in gutem aufnehmen, das er in seine erblande sich verfüge,"deutsche Uebersetzung von Beutterichs Hand Mb. 90/11).