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Da verfiel die französische Regierung auf den besten Auswegund wandte sich an den Vater des hartnäckigen jungen Fürsten.Die Eidgenossen liehen ihre Vermittlung, vor Allem Bern, das dieGelegenheit sicherlich in Erinnerung an die neuliche Behandlungseiner Gesandtschaft gern ergriff. Der Appell an die Hochherzig-keit des alten Kurfürsten trug die gewünschten Früchte; FriedrichsAnschauungen konnte es nicht entsprechen, einen für die Huge-notten günstigen Frieden um eines weltlichen Vorteils willen inFrage zu stellen. Leider fehlt uns sowohl die Instruktion der Räte,die er im April nach Paris und in das Lager des Sohnes abfertigte,als auch seine Beantwortung der Berner Gesandten. Aber dieTatsache, dass jene Schickung der Berner an den Kurfürsten dieZurücknahme der auf die drei Bistümer bezüglicheu Forderungenzur Folge hatte, wird durch Johann Casimirs eigenes Zeugnissausser Zweifel gesetzt. Auch Beutterich schiebt die Schuld des„trügerischen Friedens" auf Bern und Freiburg. 1 )
setzen, vgl. Mem. de Duplessis-Mornay (Ausg. 1824) I, 105. Am 20. Febr1577 schrieb Datheims an L. "Wilhelm, Alengon habe im letzten Kriegnie im Interesse der Protestanten, vielmehr aus Anstiftung der Königin-Mutter gehandelt, die durch ihn Conde die Führung entzog und das geg-nerische Heer lähmte (Marb.). Also jener Verdacht, den Serranus ("V,132 b ) als die Ansicht kundiger Beobachter referirt, wird hier, wie beiLa Hug. I, 352 ganz bestimmt ausgesprochen; La Hug. dehnt ihn sogar,natürlich völlig grundlos, auf Navarra aus.
1) Vgl. Kl. II, 949 A. 1; das Heidelberger Protokoll vom 20. 22.23. April Mb. 90/12 f. 84 ff; Haller u. Müslin, Chronik, p. 197; SerranusV, 200 a gibt an, dass ausser Bern auch der Landgraf bei Friedrich ingleichem Sinne intercedirt habe. In seinem Sehr, an Heinrich III vom7. April, das jedoch nicht ganz veröffentlicht ist, spricht Friedrich nurvon der Freilassung der Religion, Prinsterer I. 5, 337 ff; Tags zuvorhatte Starkenberg vorgeschlagen, in diesem Sehr, zu erklären, wenn derPunkt die Religion betr. bewilligt u. die prineipes sonst etwas Ungleichesbegehren würden, wolle Pfalz gern als Mittler bei denselben das Bestetun. Mit dem zurückreisenden St. ging damals Dr. Junius nach Frank-reich; ein kgl. Pass für letzteren, als vom Kf. an Johann Casimir abge-fertigt, Paris 19. April, Pb. fonds fr. 15904. — Am 9. Nov. 1579 schreibtJ. C. an den Züricher Rat davon, „was uns sowohl vor und in werenderfridshandlung für ungelegenheit auf ir der von Bern an die kgl. W. undweiland unsern geliebten herrn vatter ... geschickte legation mit be ge-bung der dreien verschribnen stift Metz, Tüll und Verdunzu nachteil unser selbs und der gemeinen sach, auch darauf erfolgten ab-zug der aidgenossen ervolget, welliches aber alles wir nit geandet."