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Johann Casimir folgte diesem Rat und überschritt gegen EndeMärz mit Condö die Loire in nördlicher Richtung. Alencon ent-schuldigte sich mit Krankheit; Unterhändler gingen zwischen seinemQuartier und dem Lager der Verbündeten hin und her, um das ge-genseitige Vertrauen herzustellen. Die Zweideutigkeit des könig-lichen Prinzen hatte sich vollends dadurch verraten, dass seineForderung einer „Superiorität", die den Casimirischen bedenklicherschien, in einem an den Pfalzgrafen geschickten Exemplar derFriedensvorschläge weggelassen war. *) Dathenus, der mit Alenconverhandelte, befestigte sich in der Ueberzeugung, dass man es miteinem ergebenen Sohn der Medicäerin zu tun habe. Auch ein paarhugenottische Gesandte Hessen sich vom Hof dazu gebrauchen, demPfalzgrafen den Verzicht auf die drei Bistümer im Interesse derReligion ans Herz zu legen. Die Antwort war eine neue grobeErklärung Beutterichs vor dem König; der Pfalzgraf bestandauf seinem Vertrag, drohte eventuell den Krieg mit Einsetzung allerKräfte weiterzuführen und deutete an, künftig werde man vielleichtnoch ganz andere Bedingungen stellen. Das königliche Anerbieteneiner stattlichen Pension und Reiterbestallung blieb zunächst unbe-achtet und die Truppen des Pfälzers und Conde's rückten der Haupt-stadt immer näher. 2 )
f. 79—83, vgl. das Sehr. Friedrichs an L. Wilhelm 2. April, Kl. II, 946 ff.).BeutterichB erBte "Werbung beim König, Paris 15. März, L'Estoile, Jour-nal de Henri III, (Haag 1744) III 60 ff; lateinisch Serranus V, 182 ffDie von La Hug. 1,397/8 mit geteilten kriegerischen Katschläge B.'s („re-passer Loire et s'en venir droiet ä Paris"j wurden auf J. C.'s Veranlass-ung zum grossen Aerger Alencon's sofort verwirklicht (Serranus V, 197/8;Mem. de Bouillon a. a. O. Ein Sehr. Oonde's an J. C. über einen be-absichtigten Handstreich, Sougeres 9. April, bei Aumale II, 416/7).
1) Starkenberg a. a. O. Ebenso beschwerte sich später J. C. gegenden kgl. Schatzmeister Mole, in dem ihm überschickten Exemplar desEdikts hätten sich, verglichen mit den von ihm unterzeichneten Artikeln,von denen er nie Abschrift erhalten habe , mehrfache Auslassungen undVeränderungen gefunden (Bericht Mole's vom 23. Mai, Pb. V° Colbert8 f. 137).
2) Vgl. Serranus V, 190 ff; über die Spannung und die Verhand-lungen zwischen J. C. und Alencon, ausser Mem. de Bouillon a. a. 0.den Bericht des Dathenus an Johann Casimir, Moulins, 7. April (Mb. 90/12f. 119 eigh.), die Depesche Alamanni's Paris 9. April (Desjardins IV,60/1), nach La Hug I, 395/6 hätten Conde u. J. C. sogar einen Hand-streich des Alencon'schen Regiments Bussy befürchtet. lieber AlenconsAbsicht, den Frieden ohne die Auslieferung der drei Bistümer durchzu-