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1 (1882) 1576 - 1582
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aber befand sich in Paris, wo die Gesandten der Verbündeten sichunter einander und mit dem Hof zu verständigen hatten.

Damit begann für den ehrgeizigen Pfalzgrafen, der auf Krieg undEroberung ausgezogen war, eine lange Reihe von Enttäuschungen undVerdiiesslichkeiten. Von vornherein galten, und zwar mit vollem Recht,seine Forderungen als Haupthinderniss des Friedens. Ausser jenemVertrag mit Conde, den Alencon wohl oder übel dem König über-reichen und empfehlen liess, verlangte der Pfalzgraf noch besondersfür die Hugenotten das Recht der Mitbenützung an den katholischenKirchen und eine Erklärung des Königs, dass die protestantischenSchweizer des Bundesheers auf seinen Befehl nach Frankreich ge-zogen seien. 1 ) Aber die unerträglichste Bedingung blieb immerdieUeberlassung der drei Stifter; die Mehrzahl der Franzosen ohneUnterschied der Partei musste sich hieran stossen. Ebensowenigdachte sich Johann Casimir den Lohn entreissen zu lassen, aufdessen Zusicherung sein ganzes Unternehmen recht eigentlich ge-gründet war. Vergebens strebte die Hofpartei, unterstützt durchAlencon, die Pfälzer von den Hugenotten zu trennen und für eineSonderverhandlung zu gewinnen. Katharina selbst versicherte dieGesandten Beutterich und Starkenberg, man werde sie und ihrenHerrn aufs Reichste bedenken, sie erlangte jedoch nichts undärgerte sich über Beutterichs derbe Antworten. Auch die Rede,die der soldatische Jurist in feierlicher Audienz hören liess, warvon einer unerhörten Offenheit und machte den König besonders aufdieFuchsschwänzer" in seiner Umgebung aufmerksam. Beutterich,der die Wertlosigkeit der schwebenden Verhandlungen richtig er-kannte, gab seinem Herrn den Rat, mit Conde ohne Weiteres aufParis zu marschiren und nötigenfalls den Nachzug zu beschleunigen;sonst würden sie die Betrogenen sein. 2 )

zu Moulins (?), Alengon zu Decize,lebten mit einander wie brüder, wieauch das kriegavolk." Vgl. dagegen Mem. de Bouillon (Petitot XXXV)p. 141 ff. La Hug. I, 390 ff. Ein Sehr. Joh. Casimirs an La Noue, Cha-steau le Don 22. Febr. 1576 (Mb. a. a. O. 89) rechnet auf den günstigenEinfluss dieses berühmten Hugenotten bei Alencon.

1) Die im Namen Johann Casimirs überreichten Forderungen an denKönig, vom 15. März, citirt de Kuble (La Hug. I, 394 A. 2); vgl. Ser-ranus V, 181/2. Eine Erklärung Joh. Casimirs gegen die Verläumdungenetlicher Franzosen, die seinem Kriegsvolk einzureden suchten, er verhin-dere aus Eigennutz den Frieden und die Bezahlung der Truppen, Za. (Chur"pfalz 14161592).

2) Vgl. den ausführliehen Bericht Starkenbergs vor dem Kf. und denRäten zu Heidelberg (Protokoll vom 81. März 6. April 1576, Mb. 90/12