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1 (1882) 1576 - 1582
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herrn rückgängig zu machen suchten; er warf seine besondere Un-gnade auf Beutterich sowie auf seinen eigenen Kanzler Bossulus,dem die Pialzer am Meisten vertrauten. Dagegen war man imandern Lager der Ansicht, Conde lasse sich von Verrätern beein-flussen. *) Die Truppen aber gerieten bei der schleppenden Art derKriegführung und der Uneinigkeit der Häupter in eine wahrhaft er-schreckende Zuchtlosigkeit, wovon namentlich die eigenmächtigePlünderung und Zerstörung der Stadt Nuits ein für die Feldherrnbeschämendes Zeugniss gab. 2 )

1) J. C. Instruktion für Beutterich, Marsilly 14. Jan. 1576 (Pb. V cColbert 399 p. 410 ff.). TJeber das weitere Missverständniss zwischen denFührern, das sich bei der Ueberschreitung der Loire und des Allier er-gab, vgl. La Huguerye I, 374 ff. In der Tat geriet am Allier, da Cond^bereits auf dem linken Ufer, bei Biozat, stand, Johann Casimir, vomHauptquartier des Prinzen zu weit zurückgelassen, in eine gefährlicheLage (Serranus V, 171). Nicht nur La Huguerye, auch der auf entschiedenhugenottischem Standpunkt stehende Serranus legt Gewicht auf den ver-derblichen Einfluss, den der Herr von Montaigu, Conde's katholischerHaushofmeister, auf den Prinzen geübt habe (ebd; La Hug. I, 263; 355!380; 386). Dagegen verteidigt La Popeliniere Montaigu's aufrichtigeTreue gegen Conde (II, 361/2); freilich muss er zugeben, dass sie viel-fach bezweifelt wurde und dass M., als er 1577 in die Hände der König-lichen fiel, die Partei des Prinzen verliess.

2) Vgl. das Sehr. Johann Casimirs an Friedrich, Argilly 26. Jan. 1576(Mb. 90/12 f. 106/7; ein kurzer Auszug bei Kl. II, 943). Ich kann hierebensowenig wie beim Feldzug von 1567/8 auf das Militärische eingehen,das übrigens noch nirgends, soviel mir bekannt, eine genügende Dar-stellung gefunden hat. Das wichtigste unverwertete Material hiefür bietetjedenfalls die Pariser Nationalbibliothek; vgl. eine Reihe von Verweisenbei Bouill6 a. a. O. u. de Ruble. Eine gleichzeitige schon von Häusserbenützte Quelle, dem Tagebuch eines casimirischen Artilleristen entstam-mend, ist:Aigenliche beschreibung des jüngstergangenen zugs in Frank-reich, von dem durchleuchtigen herren Johann Casimirn Pfalzgrafen etc,vollpracht, was man dabei von tag zutagbiss zu auskündung des friedenszu S. Martin für läger und quartir, auch zu Zeiten selsamen zustand ge-habt habe. Von ainem, so selbs dem zug beigewonet, inn ainer eil, wiees hat geschehen können, aufgezaichnet" (Strassburg) 1576; angehängtdas Friedensedikt vom Mai 1576. Mir nicht zugänglich, aber nach denCitaten mit obigem nicht identisch ist der von de Ruble (La Hug. I, 361A 2 und sonst) angeführteRecueil des choses jour par jour avenues enl'armee conduite d'Allemagne en France par M. le prince de Cond<§", 1577,gleichfalls von einem Augenzeugen. Nicht identisch mit der gedrucktenAigenlichen beschreibung" ist auch die bei Kl. II, 929 A. 2 angeführte