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Liegnitz zugedacht wurde. *) Die Schwierigkeiten, die sich in derSchweiz erhohen, vvusste Beutterich teils durch List, teils gewaltsamzu besiegen. Seit dem Sommer hatte er, offiziell wegen der gegendie lutherische Reaktion zu ergreifenden Massregeln abgefertigt,insgeheim die Rüstungen vorbereitet Gegen das Verbot der Obrig-keit stahlen sich die Leute zu den Fahnen; als die Berner demversammelten Kriegsvolk noch unterwegs Halt gebieten wollten,wurde ihre Gesandtschaft von Beutterich und einem Conde'schenCommissär unter Drohungen weggejagt. Dieser Zwischenfall machtein der Schweiz böses Blut und brachte nicht nur den keckenBeutterich dort in übelu Ruf, sondern auch den Pfalzgrafen selbst,wie wir sehen werden, in Schaden.
Schlimmer als diese Verstimmung der Schweizer war freilichdas kühle Verhältniss zwischen Conde und Johann Casimir, das gleichzu Beginn des Feldzugs deutlich hervortrat; schon der Aufmarschwurde durch widersprechende Befehle der beiden Heerführer er-schwert. 2 ) Ein längerer Aufenthalt in Lothringen hatte grauen-hafte Verwüstungen im Gefolge; Johann Casimir, so erzählt einAugenzeuge, Hess jeden Morgen die Quartiere anzünden, „dasseinem das Herz weinen mochte, dieweil es so ein schön gebautesLand war." Der Unmut des Pfalzgrafen galt aber nicht nur derfeindlichen Haltung Lothringens, sondern auch der unentschiedenenFührung des Conde'schen Hauptquartiers, Am 14. Januar fertigteer Beutterich mit einer scharfen Instruktion an den Prinzen ab undverlangte unverzügliche Fortsetzung der Marsches, grössere Rück-sicht auf seine Truppen und enge Fühlung mit Alencon, vondessen Mitwirkung ja das ganze Unternehmen abhänge. Condeseinerseits geriet in heftigen Zorn, als Johann Casimir und dessenBerater eine allerdings ungeschickte Disposition des obersten Feld-
1) Die Bestimmungen der Capitulation über den eventuellen Nach-zug (Kl. II, 918; 921) stimmen mit den Angaben La Huguerye's (I, 360)u. Schweinichens (Denkwürdigkeiten, hera. von Oesterley, p. 87) nichtganz überein. Letzterer, dessen Herr, Herzog Heinrich von Liegnitz,den Naohzug führen sollte, spricht von 3000 Pferden und 4000 Knechten.
2) Am 19. Dez. 1575 behauptet Johann Casimir in einem Sehr, anPiennes, Gouverneur zu Metz (Pb. V 0 Colbert 9) von sich und Conde:„nous no faisons rien l'üng sans l'aultre." "Wie wenig dies der Wirklich-keit entsprach, zeigt Beutterichs Sehr, an Conde vom 21. Dezember, s. o.B. sagt: „le changement des desseins de V. Exe. nous a rendus aulcune-ment perplex' 1 und spricht von einer doppelten Marschordre Conde's undeiner dritten des Pf.