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1 (1882) 1576 - 1582
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die Hugenotten und Papisten zusammenhalten.*) Diese Ansicht,dem strengen Calvinismus eigentlich zuwiderlaufend, erwies sich alsfalsch. Die Bundesgenossenschaft eines Alencon war recht dazuangetan, die schon bestehende Spannung zwischen den bisherigenHäuptern der Opposition zu verschlimmern und die religiösen Mo-tive der Erhebung vollends in den Hintergrund zu drängen. Condeund der Pfalzgraf zogen, wie sich bald herausstellte, äusserlich ver-eint, aber innerlich entfremdet ins Feld. Alencon's Tätigkeit aberbestand von Anfang an darin, den Krieg seines wahren Charakterszu entkleiden und in ein Intriguenspiel zu verwandeln, dessen Fädenin der kundigen Hand der Medicäerin zusammenliefen. Es fehltenicht an Stimmen, die den Uebergang des Valois zur Oppositionfür einen mit der Königin-Mutter verabredeten Schritt erklärten.

Das Vorspiel des Feldzugs fiel unglücklich aus; ein paar tau-send Heiter, die unter der Führung Thore's zur UnterstützungAlencons vorausgegangen waren, wurden am 10. Oktober bei Dor-mans von dem jungen Heinrich von Guise geschlagen und zersprengt. 2 )Gleichzeitig schienen die Verhandlungen, die Katharina mit ihremrebellischen Sohn angeknüpft hatte, dem Krieg vor seinem eigent-lichen Beginn ein Ende zu machen. Schon am 22. Novemberschloss Alencon auch im Namen Conde's und seiner Partei einensechsmonatlichen Waffenstillstand; der Einmarsch der fremdenTruppen sollte mit Geld abgekauft werden. Des Pfalzgrafen wurdedabei gar nicht gedacht, doch hatte Alengou ihn wie Conde vorherersucht sich seine Vermittlung gefallen zu lassen; ausserdem bemühtensich königliche und lothringische Abgesandte sowie der VeldenzerGeorg Hans die Kriegslust Johann Casimirs zu beschwichtigen. 3 )

1) Friedrich anL. Wilhelm, 16. Dezember (Kl. II, 928); vgl. das Sehr.'Conde's an J. C. bei Serranus V, 123 ff. Ein Sehr. Alengons an J. C,datirt Paris 14. Sept. 1575, also den Tag vor seiner Flucht, wurde über-setzt und im Druck verbreitet (Copey herrn Francisci von Valois,hertzogen zu Alentzon Schreibens an H. J. C. P. B. K. H. J. B."Ma. 284/13 f. 334/5).

2) Ausführliche Berichte in den Mem. de madame Duplessis-Mornay(M6m de Dupl. M., Paris 1824, I, 89 ff.) und meist nach ungedruckten Quel-len bei Bouille , hist. des ducs de Guise III, 16 ff. Ursprünglich hatteder Zug der Reiter nach Languedoc gehen sollen (Serranus V, 140a).In Frankreich war man längst in Bereitschaft sie zu empfangen (Schom-berg an Dr. Schwartz, 15. August, Prinsterer I. 5, 277).

3) Ueber die Sendung Bournonville's an Cond6 und J. C. und Alencon'sbegleitende Sehr, vom 9. Nov. 1575 vgl. La Hug. I, 354 ff. Kl. II, 928 ;