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richtet, den die Pfälzer und Nassauer damals mit den polnischenProtestanten pflegten. Im Frühjahr 1575 finden wir Marnix, denvertrauten Freund Oraniens, als Abgesandten Kurfürst Friedrichs inPolen. Und ein undatirter Brief der Pfalzgräfin Elisabeth an ihreMutter Anna berichtet von der "Werbung eines vornehmen polnischenHerrn, der bei Friedrich anfragte, ob Johann Casimir allenfalls ge-neigt wäre die polnische Krone anzunehmen. Vater und Sohn ant-worteten vorsichtig, man müsse, wenn es Gott so haben wolle, sichnach seinem Willen richten; Johann Casimir selbst hatte überhauptkeinen Glauben an die Sache, wie er nachmals auch dem Schwieger-vater eröffnen liess. August antwortete, er habe es ebenfalls stetsfür „Vexationen" gehalten. 1 ) Trotzdem blieb der Gedanke, dasAnsehen der Pfalz bei den Evangelischen aller Nationen in einewirkliche Machtstellung zu verwandeln, das politische Ziel, demJohann Casimir und seine Leute auf den verschiedensten Wegennäher zu kommen suchten.
Im Sommer 1575 ermöglichte endlich das Eintreffen englischerSubsidien eine feste Gestaltung der kriegerischen Pläne- Die Be-mühungen der Pfälzer, Hugenotten und Niederländer, unterstützt
1) Schon im April 1574 erwähnt ein Sehr, von Olevianus und Myliuseine Sendung des Kf. Friedrich nach Krakau „ob gravia quaedam eccle-siae noatrae negotia" (Fontes rer. Austr. II. 19, 397/8). Im Sommer 1574kamen dann polnische Gesandte zum Kf. und führten Klage über dieFlucht K. Heinrichs (Vulcanius an van der Myle, Köln 3. Aug. 1574,Epistolae selectioresp. 657). Das Sehr. Elisabeths an Kf. Anna (etwa Ende1574 ?) berichtet nach Mitteilungen Johann Casimirs an seine Gemahlin(Dr.). Am 18. Febr. 1575 schreibt Dr. Hegenmüller dem Kaiser, manhabe ihn am pfälzischen Hof über die Person des Erzh. Ernst [eben desösterreichischen Candidaten] ausholen wollen (Schneidt, Gesch. der röm.Königswahl Kudolphs II p. 236). Ueber die Gesandtschaft des Marnixnach Polen vgl. die Sehr, des Herrn Peter Zborowski an Oranien vom25. März, an Marnix vom 19. Juli 1575. (Epistolae sei. p. 587 ff.); überden „Memorialzettel" Johann Casimirs und die Antwort Augusts Kl. II,835 A. 2. Auf eine hieher bezügliche Stelle in Quir. Reuters oratio devita et morte Jo. Cas. hat Büttinghausen in den Ergözlichkeiten aus derpfälzischen und schweizerischen Gesch. u. Literatur II (Zürich 1768) p-52 aufmerksam gemacht, („quorum [procerum] olim post regia vestriSigism. Augusti mortem non pauci Casimirum regio seeptro dignum iudic-arunt", in der Dedikation).
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