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1 (1882) 1576 - 1582
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Zunächst begrüssten die fremden Glaubensgenossen in denNiederlanden, der Schweiz, Frankreich und England die wachsendeUnternehmungslust des jungen Pfalzgrafen mit freudiger Zuversicht;die misstrauischen und warnenden Stimmen waren noch sehr ver-einzelt. Während der Verhandlungen mit Conde suchte namentlichJohann von Nassau die Pfälzer wieder mehr in seine Kreise zuziehen und den Einfluss eines Dathenus und Beutterich hiefür zuverwerten. Der Graf dachte an eine umfassende Verfolgung dervon seinem Bruder Ludwig vorgezeichneten Projekte; Besannensollte durch Handstreich genommen, Emden unter niederländischeBotmässigkeit gebracht, selbst die Säcularisation der Stifter im Nord-westen des Reichs weiter betrieben werden. *) Der Anschlag auf Besancou,für den sich wie vordem auch Beza interessirte, scheint in derPfalz keine allzu lebhafte Unterstützung gefunden zu haben; alsman im Juni 1575 endlich zur Ausführung schritt, scheiterte dieSache im letzten Augenblick an ein paar Zufälligkeiten und au derEntschlossenheit des Erzbischofs, der persönlich mit seinem Klerusdie Waffen ergriff. 2 ) Noch weniger sind wir über den Verkehr unter-

delieiae, 2. Ausgabe 1599, p. 306; Adam p. 284/5) sprechen mit"Vorliebe von diesem Beweis seiner Unerscliroekenheit, der auch Barthold(Raumer hist. Taschenb. 1849 p. 258) Anlass zu seiner überaus günstigenCharakteristik B. gibt. Dieses Urteil über B. lässt sich allerdings schonauf Grund der von Prinsterer veröffentlichten und der mir vorliegendenungedruckten Materialien zurückweisen. Von B's. Correspondenz warbis jetzt nur eine kleine Zahl von Briefen in Hotomannorum epistolaeund bei Prinsterer gedruckt; die vorliegende Publication wird hiezu eineReihe von wesentlichen Ergänzungen fügen. Manches dürfte noch inEngland, in der Schweiz, in Paris (vielleicht auch in Besancon und Mont-beliard ?) zu finden sein. Eine vorläufige Charakteristik B. auf Grund desmir Zugänglichen: Allg. deutsche Biographie II, 593595.

1) Vgl. hierüber die Correspondenz Johanns von Nassau mit Beutterichvom Nov. 1574 bis Juni 1575 und andere liieher bezügliche Stücke beiPrinsterer I, 5 (unterson Exe." p. 100 ist nicht, wie Pr angibt, Cond6,sondern Kf. Friedrich zu verstehen). Ueber die Verhandlungen mit Köln,Lttttich, Bremen, Münster vgl. ebd. p. 102; 183 ff; auch das Sehr, vonRequesens an Philipp IL, 23. Sept. 1574 (Gachard III, 162); am 4. Febr.1575 schreibt R. dem König, der Graf von Schwarzburg habe gesagt,Köln habe sich nicht nur in französische Pension eingelassen, sondernseine Wahlstimme Heinrich III versprochen! (ebd. 258.)

2) Dunod, histoire de l'öglise de Besangon (Bes. 1750) I, 306 S;vgl. Theiner II, 130/1 (Sehr, des Erzb. nach Rom, 22. Juni 1575); einBericht an den Kaiser vom 24. Juni und sonstige Correspondenzen überdas Ereigniss Ma. 231/2 f. 141 ft'.