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1 (1882) 1576 - 1582
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nichts Ernstliches. Die einfachste Erklärung hiefür liegt in derbevorstehenden Wahl eines römischen Königs, wozu man eben desverhassten Calvinisten doch auch bedurfte.

Inzwischen hatte die pfälzische Sendung an den französischenHof 1 ) nur den einen Erfolg gehabt, jede Unklarheit üher diewahren Absichten der neuen Regierung zu zerstreuen. Dr. Weyer,der erst in Paris vergeblich die Königin-Mutter zu friedlichen Zu-sicherungen zu bringen suchte, trug dann seine Werbung KönigHeinrich III au der savoyischen Grenze vor. Der Kurfürst undJohann Casimir stellten dem König für den Fall eineschristlichen"Friedens ein Defensiv-Bündniss in Aussicht und der junge Pfalz-graf erbot sich sogar das früher abgelehnte Dienstverhältniss zurKrone Frankreich anzunehmen. 2 ) Der Vortrag schloss, echt pfälzisch,mit zwei salomonischen Aussprüchen. Heinrich antwortete vor-läufig ganz ablehnend, trotzdem Weyer ihm wiederholt eifrige Ein-wendungen machte; er versprach den Gesandten in Lyon förmlichabzufertigen. Weyors Bitte an den Herzog von Savoyen, für denFrieden eintreten zu wollen, 3 ) hatte ebenfalls trotz der freundlichenAufnahme keine ernstliche Wirkung. Heinrich III aber war damalsbereits zu einer antihugenottischen Politik fest entschlossen.

Auf der Reise nach Lyon traf Weyer den hessischen GesandtenWamboldt; die erwarteten Botschafter anderer Fürsten und derSchweizer blieben aus. Dafür erregten die aus Kursachsen einlaufendenNachrichten die höhnische Befriedigung des französischen Hofs, derübrigens noch einen Versuch machte, Weyer auf Grund eines soge-nannten königlichen Pardons zur Ueberschreitung seiner Instruktionund zum eigenmächtigen Abschluss eines rein politischen Bündnisses zuverleiten. Der Gesandte erklärte dagegen ganz offen, der Königmache sich auf diese Weise noch verdächtiger als sein Vorgänger

1) Die Friedensvermittlung deutscher Fürsten war, nach "WeyersAeusserung, von Seiten der K. Katharina während jener RüstungenJoh. Casimirsdurch dritte personen (etliche woll bekant)" angeregtworden (Kl. Gesandtschaftsberichte p. 37); hiebei ist vor Allem an JohannSturm zu denken, über dessen allzugrosse Willfährigkeit und rege Tätig-keit in dieser Sache Ch. Schmidt, vie de Sturm p. 163 ff. zu vergleichen ist.

2) Kl. Gesandtschaftsberichte p. 59:il präsente a V. M 4 * en mesmeeas ce qu'il a refuse au roy defunct vostre fröre, ascavoir son asseureService, m'aiant donne Charge d'appoincter avec V. M 4 »" (Weyer'sWerbung).

3) Weyer verwandte sich bei Savoyen auch, natürlich vergebens, fürdie gefangene "Wittwe Coligny's, ebd. 53.