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1 (1882) 1576 - 1582
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überein, wenn Schomberg behauptet, der pfälzische wie der hessischeGesandte am französischen Hof vermieden es, von Oranien zusprechen. 1 )

Diese Gesandtschaft nach Frankreich hängt aber mit demvölligen Aufgeben der kaum gefassten Beschlüsse zusammen. Alleswar ja auf die Fortdauer des französischen Interregnums berechnet.Es sollte männiglich helfen", schreibt Ehern an den Landgrafen,dassder König aus Polen nicht könnte herauskommen, sonst wird dasUebel ärger werden." Gleich darauf gibt er seine kriegerischenWünsche noch offener zu erkennen:es muss eine Partei die anderefressen, ist sonst kein Medium vorhanden". Gegenüber einem Ge-sandten Katharina's, der Heinrichs Rückreise durch Deutschland inAnregung brachte, zog sich Kurfürst Friedrich auf den Standpunktder Reichsverfassung zurück; er könne dem Kaiser und den andernKurfürsten nicht vorgreifen. Ausserdem erklärte er, unmittelbarnach dem Abschluss jener Bundesverträge, von einem neuen Zugdeutscher Truppen nach Frankreich wisse er nichts, könnte ihnübrigens keinenfalls hindern. 2 ) Als aber die Nachricht von dergelungenen Flucht König Heinrichs eintraf und dieser selbst denKurfürsten brieflich ersuchte, um ihrer Freundschaft willen ihmzur Beilegung der französischen Wirren behülflich zu sein, da bliebnichts anderes übrig als die geplanten Feindseligkeiten zu ver-tagen. 3 ) Ob freilich Johann Casimir sich so erfreut über diesenZwischenfall äusserte, wie später sein Gesandter dem König be-richtete, ist mehr als zweifelhaft; noch weniger Wahrscheinlichkeithat das angebliche Vertrauen Conde's auf den tückischen Fürsten,

1) Schomberg an Gr. Johann, Verdun 28. Aug. 1574 (ebd. 5, 48).Im Herbst versicherte der bairische Abgesandte Dr. Halver den Statt-halter Requesens, selbst der Pfalzgraf habe keine Lust mehr Oranienweiter zu unterstützen (Requesens an Philipp II, 6. Okt. 1574, GachardIII, 171).

2) Ehern an L. Wilhelm,- 8. Juni; Friedrichs Antwort an den Ge-sandten Harlay, 14. Juni (Kl. II, 688 ff.).

3) Am 17. Juni (nicht 15. wie Kl. II, 695 irrtümlich Bteht) schriebK. Heinrich aus Krakau an Kf. Friedrich ; der TJeberbringer sr. de Her-bault, übergab das Sehr, und tat seine Werbung am 17. Juli zu Alzei,worauf am 22. Dr. "Weyer nach Frankreich abgefertigt wurde (Kl. öe-sandtachaftsberichte p. 36). Gleichzeitig war die Kunde von der Ein-stellung der casimirischen Rüstungen bereits an den Wiener Hof gelangt(Depesche des savoyiachen Sekretärs Pistone, Wien 21. Juli, Compte-rendudes s^anecs de la commiss. d'histoire III, 2, Brux. 1861, p. 252/3).