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Dass die Ausführung dieser von übertriebenem Egoismus undRelHonseifer diktirten Verträge ein Ding der Unmöglichkeit sei,daran konnten die französischen Teilnehmer keinen Augenblickzweifeln. Und obwohl im Reich und selbst am Kaiserhof derVerlust der drei Bistümer immer noch mit Schmerz empfundenwurde ! ), hätte doch eine derartige Vergrösserung der pfälzischenHausmacht auch in Deutschland wenig Beifall gefunden. Für denAugenblick lag es jedenfalls näher, den schwer bedrängten Nieder-ländern die Hand zu reichen und, wie La Huguerye vorschlug, dieArmee über die nordfranzösische Grenze nach der Picardie zuführen, um die Spanier zu einer Diversion zu zwingen. 2 ) AberOraniens Sache schien mit einem Mal den Pfälzern ganz fern zuliegen. Johann Casimir schrieb damals dem Landgrafen, er fürseine Person wisse nicht, wer seinem Bruder zum niederländischenZug geraten habe. Es stimmt mit dieser weit getriebenen Vorsicht
teiluDgen auf Me>u verweist (Pb. V° Colbert 309 p. 14, eigenh.)Nr. 2) führt als gegenwärtig folgende französische Herren auf: Conde,Miiru, Thore, die Herren de la Pote, Montagu, Maleroi, Maucourt,Bonouillü, Castreaubodeau, d'Lavergne (!), de la Ferest, Chosnai, Angiers,Bothanien (!), Blasi, Faiat, Gramail, Nauconnon, d'La Place, Bui (zumTeil vom deutschen Copisten arg entstellt).
1) Die Franzosen hatten gefürchtet, man werde sich der Person KönigHeinrichs auf der Reise nach Polen hemächtigen, um die Rückgabeder Bistümer zu erzwingen; bei seiner Rückreise über Wien schienselbst am Kaiserhof manchem die Gelegenheit sehr verlockend (Hegen-müller an Baiern, Wien 3. Juli 1574, Kl. II, 707 A.). Die wahrenHindernisse eines energischen Vorgehens zu diesem Zwecke erörtertSchomberg (an Retz, 1. Sept. 1573, Noailles III, 513) schonungslos: mankönnte sich doch nicht darüber einigen, wem die Stifter zufallen sollten,und den entfernteren Ständen sei der Verlust ganz gleichgültig; „ils sesentiroient plus foules de mille talers qu'il fauldra contribuer annuellementque de la perte de Spire et de Strasburg avecques ;1 .
2) La Huguerye an Oranien, Köln lO.&Juli 1574 (Prinsterer I suppl.p. 170* ff., die Vergleichung dieses Briefs mit mem. I, 252 zeigt dieganz willkürlichen Datirungen der letzteren besonders deutlich). Vgl.Oranien an Graf Johann, 23. Juni; Conde an denselben, Strassb. 23. Aug. ;zu Heidelberg verhandelte im Juni der oranische Agent de Lumbres, anConde sandte Oranien ebenfalls noch im Juli den Herrn von Affenstein(Prinsterer I. 5, 25 ff.; 33/5; 41 ff.). Letzterer hatte Oranien im NamenLa Huguerye's dessen Dienste angetragen, die auch angenommen, abernach La H. Ansicht zu schlecht bezahlt wurden (vgl. m6m. I, 252 ff.;Prinsterer I suppl. p. 173*).
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