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1 (1882) 1576 - 1582
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könnte Frankreichin Provinzen und Kreise dividirt werden"; erbedauert Deutschlands gegenwärtige Ohnmacht, denn sonstwäreeine gute Gelegenheit der Christenheit zu helfen." 1 ) Der TodKarls IX, der eben damals (30. Mai) eintrat, war keineswegs, wieJohann Casimir später behauptete, ein Grund alle kriegerischenAbsichten fallen zu lassen; man hatte ja im Gegenteil längst aufdieses Ereigniss gerechnet. Und der junge Pfalzgraf, der seinenicht eben grossartige Stellung im zweiten Hugenottenkrieg keines-wegs verschmerzt hatte, dachte jetzt das Versäumte nachzuholenund die Notlage der Franzosen, in erster Linie seiner eigenen Ver-bündeten, energisch auszubeuten.

Vor Allem wurden die Verhandlungen zum Stillstand gebracht,die zwischen den Hugenotten von Languedoc und dem PfalzgrafenGeorg Hans schwebten; Conde selbst schrieb seinen Landsleuten,sie sollten ihr Geld für die Armee sparen, die er mit Hülfe mäch-tigerer Fürsten aufzubringen im Werk stehe. In einem besiegendenSchreiben war überdies angedeutet, die eigentliche Absicht desVeldenzers gehe nicht auf die Unterstützung der Reformirten, sondernauf die Wiedereroberung von Metz, Toul und Verdun. 2 ) GeorgHans, der wie immer seine Hoffnungen auf einen Wendepunkt seinerfinanziellen Bedrängniss scheitern sah, wurde mit leeren Entschul-digungen abgefunden. Jenes zu seinen Ungunsten angeführte Motivhätte freilich noch besser gegen Johann Casimir Anwendung findenkönnen.

DasBündniss" des Pfalzgrafen mit Conde und seinen An-hängern wurde am 1. Juni 1574 zu Strassburg vermittelst einerReihe von notariell beglaubigten Verträgen festgemacht. JohannCasimir sollte selbst das Commando der deutschen Hülfstruppenübernehmen, unter der Bedingung, dass ohne genügende Versicherung

1) Oranien an Gr. Johann, Juni 1574 (Prinsterer I. 5, 12); Ehern anLdgr. Wilhelm, 8. Juni (Kl. II, 691).

2) Vgl. La Popeliniere II, 227/8 (wo das Sehr. Conde's vom 4. Mai1574); Georg Hans an Heinrich von Navarra, Veldenz 16. Nov. 1587(Mb. 131/4); La Huguerye I, 295, der aber irriger Weise Conde 1 nachseiner Wahl zum Parteihaupt eingreifen lässt; die beiden hugenottischenUnterhändler waren der s r - de Gasques, den Georg Hans als in Heidel-berg verführt bezeichnet, und der Prediger Alexander Gotin. UeberSchritte des Pf. zu Gunsten derarmen Leute" zu Metz vgl. Chambray

San Georg Hans, Pfalzburg 28. Febr. 1573 (Mb. 131/3). Noch am 17. Mai1574 berichtet eine Zeitung von grossen Rüstungen des Veldenzers (Ca-lendar 1574 p. 500).

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