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1 (1882) 1576 - 1582
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In Sachen der Niederlande hielten sich die Pfälzer nach derMoocker Schlacht vorsichtig zurück. Oranien scheint schon damalskein rechtes Vertrauen auf Johann Casimir gesetzt zu haben; erschrieb seinem Bruder, von deutschen Fürsten wisse er keinen, dersich für die Niederlande der Mühe eines Armeecommandos unter-ziehen würde. Er schlug dagegen vor, es mit einem erfahrenendeutschen Militär, wie Dietz von Schönberg, oder mit dem Prinzenvon Conde zu versuchen. Letzterer ging wirklich auf die ihm durchLa Huguerye in Heidelberg gemachten Eröffnungen ein, aber dasEegiment Ische, das nach den traurigen Zeitungen aus Holland amMittelrhein Kehrt gemacht hatte, war nicht mehr zu halten undwollte lieber nach Frankreich geführt werden. 1 )

Dorthin standen auch Johann Casimirs Gedanken; selbstOranien hielt dafür, die deutschen Fürsten müssten in ihrem eigenenInteresse Alencon zur Tronfolge verhelfen. Ehem meinte, wennAlencon, wie das Gerücht ging, auf die Seite geschafft würde, so

quesens vom 22. Mai sowie weitere Correspondenz zwischen Friedrichund dem Kaiser Ma. 230/14. Ueber die Drohungen der Spanier undFranzosen vgl. auch Lang, ad Sydnaeum p. 117; Kl. Zwei Gesandt-schaftsberichte p. 55; über spanische Werbungen in der Schweiz dieSammlung der älteren eidgenössischen Abschiede IV. 2 a , 636 ff.; 649.

1) Vgl. das (aufgefangene) Sehr. Oraniens an Johann von Nassau,7. Mai (Prinsterer I. 4, 390 ff.); Gr. Johann an Oranien, 31. Mai (ebd.suppl. 161/2*, wo sogar daran gedacht wird, Lothringen auf OraniensSeite zu ziehen!); noch im Herbst hielt Oranien an dem Plane mit Dietrichvon' Schönberg fest (Oranien an Gr. Johann, 7. September, ebd. 5, 54).Auch La Huguerye (I, 269) spricht hievon. Ueber die VerhandlungenLa Huguerye's mit dem Regiment Ische , den Pfälzern und Conde vgl.La H. Sehr, (vom Mai) ebd. suppl. 163* ff., womit seine Erzählung inden Mem. I, 236 ff. teilweise gut übereinstimmt, während wieder manches,wie der zweite Besuch La H. bei dem Regiment, ganz weggelassen oderwie die Stellung der Heidelberger zu der Sache äusserst unklar behandeltist. Friedrichs Sehr, an den Kaiser vom 1. Juni, betr. Cratz und Ische,bei Kl. II, 684 ff.; die für Kurpfalz als Kriegsobristen ausgestellte Cautiondes Niclaus von Schoissel, Herr zu Isch, der kgl. Mt. zu FrankreichRitter, datirt Mastershausen auf dem Hundsrück 20. April 1574, sowiedas Entschuldigungsschr. des Cratz an Friedrich vom 5. März Ma. 230/7f. 316 ff. La H. Darstellung von dem sehr bedenklichen Charakter desCratz stimmt mit dem, was wir sonst von dem Mann wissen, wohl überein.Nach einer Zeitung vom 12. Mai (Ma. 230/13) hatten die Truppen desIsche damals die Schlösser Chätillon und Türkenstein und den FleckenBacharach (Bacarat) eingenommen; vgl. Lang. Are. II, 13.