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1 (1882) 1576 - 1582
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nassauischen Armee Schlimmes befürchten lasse. J ) Nicht nur diefranzösischen Streitkräfte, auf die man fest gerechnet hatte, bliebenaus auch die in Lothringen aufgebrachten Truppen wurden ver-gebens erwartet und Oranien stand weit oben an der Waal. Sokam es, nachdem die nassauischen Anschläge auf Maastricht undAntwerpen vereitelt waren, zur Entscheidungsschlacht auf derMoocker Haide (14. April 1574:). Die ungeübten protestantischenTruppen erlagen den kriegsgeschulten Spaniern; mit den GrafenLudwig und Heinrich von Nassau verschwand auch der jungePfalzgraf im letzten verzweifelten Handgemenge. Einer von denSiegern, Mendoza, gibt ihnen das ehrenvolle Zeugniss, dass sie mitihrem geringen Kern von wirklich brauchbarer Mannschaft dasMögliche geleistet und alstapfere Ritter" das glänzendste Beispieltodesverachtenden Mutes gegeben hätten. 2 )

So fand der noch nicht dreiundzwanzigjährige Pfalzgraf Christopheinen ruhmvollen Tod; sein Name darf den Helden der nieder-ländischen Freiheitskriege beigezählt werden, während JohannCasimir aus all seinen Feldzügen wenig Ehre davongetragen hat.Monatelang hoffte der alte Kurfürst, durch widersprechende Gerüchtein Spannung erhalten, auf die Heimkehr des Sohnes; dann ergaber sich ruhig in den Willen seines Gottes und hielt nur um sofester an der Sache, für die er ein so kostbares Opfer gebrachthatte .Seid getrost", sagte er zu seiner trauernden Umgebung,

1) Der ausführliche Bericht La Huguerye's (I, 215 ff.) zeigt bei allenUnwahrscheinlichkeiten seiner Datirung und bei aller Selbstgefälligkeitdoch in wesentlichen Punkten grosse Vertrautheit mit dem damaligenStand der Dinge. Er nennt Valkenburg (Fauquemont) als Hauptquartierdes Gr. Ludwig (217), vgl. Prinsterer I. 4, 333; 357; Gachard III, 48;er kennt den Plan des Grafen, mit Oranien bei Tiel (an der Waal) zu-sammenzutreffen (218; 223; 231/2; 235), sowie die Unzufriedenheit Ora-niens mit diesem gefährlichen Marsch nach Holland, der er freilich nachseiner verläumderischen Art höchst gehässige Motive unterlegt (vgl.Prinsterer I. 4, 363/5/8; 370/1); er weiss von der Anwesenheit des Herrnde Poyet beim Prinzen (223, vgl. Prinsterer I. 4, 175/7). Ueber dieSendung des Geistlichen Louis Cappel (der Herausgeber La H. I, 216,A. 1 verwechselt ihn irriger Weise mit seinem ältesten Bruder Jacques,einem Juristen, dem er ausserdem noch die theologischen Werke seinesgleichnamigen Sohnes zuschreibt 1) von Sedan nach Deutschland vgl. mitLa Hug. I, 216 die Notiz der France protestante III, 198; seinen Streitmit de Rosier, der in Sedan stattfand, verlegt La Hug. (224/7) nachHeidelberg!

2) Vgl. Bernardin de Mendoce, hist. memorable des guerres deFlandres (Paris 1611) p. 264 ff.