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„ich weiss, dass mein Sohn ein Mensch gewesen." l ) Es liegt indiesem unerschütterlichen Wesen des echten Calvinismus hei allerChristlichkeit etwas von antiker Grösse und Herbheit.
Es war eine verhängnissvolle Zeit für den Protestantismus,Während seine entschlossensten Verteidiger in den Niederlandenbluteten, fand die längst vorbereitete Reaktion des kursächsischenLuthertums endlich die erwünschte Gelegenheit ihre Gegner zuzermalmen. Gerade die Pfälzer mussten, ohne es zu ahnen, zumVerderben ihrer sächsischen Freunde die Hand bieten.
Jener Winterbesuch Johann Casimirs am Hofe seines Schwieger-vaters brachte vor Allem die persönlichen Verstimmungen derbeiden fürstlichen Familien zum schärfsten Ausdruck. Dass derPfalzgraf seine Gemahlin nicht mitgebracht hatte, erregte gleich
1) Tossaniis, oratt. volumen unum p. 56 (hieraus Alting, bei Mieg,Monumenta pietatis I, 220); vgl. Ehern an Crato, Heidelb. 2. Juni 1574:„Josias pater aequo animo fert ista et seit se mortalem genuisse" (Bres-lau). Ueber die wechselnden Gerüchte vom Schicksal Christophs (denKf. Friedrich noch eventuell in sein Testament vom Sept. 1575 aufnahm)vgl. Kl. II, 648; 651; 672 ff.; 684; 688; 701. Oranien war schon im Maivon dem Tod seiner Brüder und des Pf. überzeugt (Prinsterer I. 4, 390);Ehern (a. a. 0.) nimmt das Gleiche an „certissimis indieiis." Den näherenBericht über Christophs Ende, den Kf. Ludwig nach dem Tod seinesVaters erhielt, teilt Kl. Fr. p. 472/3 im Auszug mit. Am 28. Nov. 1516schreibt Viehauser an Baiern, dem Kaiser sei Zeitung zugekommen, dassin Heidelberg von zwei anscheinenden Kaufleuten eine Truhe zurück-gelassen und nach Ablauf eines von ihnen bezeichneten Termins von denkurf. Bäten geöffnet worden sei; „drinne soll nichtz als des jungen her-zog Cristoffs pfalzgraven hochseeligen köpf geweesen sein" (Ma. 230/3).— Landgraf "Wilhelms sehr günstiges Urteil über den jungen Pf. undseine „angeborne freudigkeitt" (d. h. Freidigkeit), Prinsterer I. 4, 361;La Huguerye (1 , 346/7) rühmt ihn auf Kosten seines älteren Bruders:„c'estoit ung prince vrayement genereux et ne cherchant rien que l'hon-
neur...... et nous pouvons dire que le duc Casimir n'a jamais encores
tire ung coup de pistole." Aehnlich, wenn auch nicht in lobender Ab-sicht , stellt ein katholisches Pamphlet vom März 1574 (Bm.) dem seitseiner Vermählung unkriegerisch gewordenen Casimir Christoph gegen-über, der, früher so hoffnungsvoll, „correptum insania et furore aulicoGermanis consueto unum hoc ardere, ut cum Cyclopibus ac CentauriBparia facere possit." Trauergedichte auf Christophs Ausgang in Cisneriopuscula p. 307/8; 341 ff.