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1 (1882) 1576 - 1582
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pflichtete ihn der Reiterdienst, wenn Alen$on nicht eintreffen sollte,nnr auf sechs Wochen. Einen Nachzug Johann Casimirs scheintman nur für den Notfall ins Auge gefasst zu haben. Zunächstwarb sein Vertrauter Cratz von Scharffenstein ein weiteres Regimentin Lothringen, das unter Führung eines Ohristen von Ische zum Haupt-heer stossen sollte, aber freilich erst einen weiten Marsch zurück-zulegen hatte. 1 )

Die strengen Abmahnungen des Kaisers wie die Warnungendes Kurfürsten August und des Landgrafen blieben nach gewohnterWeise unbeachtet. Kurfürst Friedrich forderte wohl in einemoffiziellen Schreiben seinen Sohn zum Gehorsam auf, beharrte aberdem Kaiser gegenüber auf der diesmal geradezu unwahren Behaupt-ung, er habe für seine Person mit der ganzen Sache nichts zuschaffen und von dem bevorstehenden Unternehmen erst in alier-jüngster Zeit Kenntniss erhalten. Man kann es dem Kaiser nichtverdenken, wenn er dem Kurfürsten sein Erstaunen darüber aus-drückte,dass D. L. Söhne, jetzt dieser, bald der andere, unge-achtet sie sich gutenteils bei D. L. Hof oder je nahe dabei auf-halten und mit den Ihren fast täglich zu und abreiten dergleichenHandlungen vornehmen, die nicht allein unsern und des heiligenReichs Constitutionen stracks zuwider, sondern auch vielen fried-liebenden Ständen ärgerlich und verdriesslicb. sind, und solchesdennoch D. L. verborgen bleiben soll." Er sei der Ansicht, geradeder Kurfürst könne entweder kraft der väterlichen Gewalt oderdoch als Kreisobrister diesen Dingen wohl einen Riegel vorschieben. 2 )August aber wies mit gutem Grund darauf hin, wie schlecht sichbisher das Vertrauen auf französische Hülfe und Beständigkeitgelohnt habe.

Der unglückliche Ausgang des kurzen Feldzugs ist bekannt.Hauptursache des Misslingens war das Ausbleiben AlenQons, dessenFlucht vom Hofe sich aus verschiedenen Gründen und nicht nnrdurch seine Schuld verzögerte, bis es zu spät wurde. La Huguerye,Graf Ludwigs Sekretär, der in Paris vergebens zur Eile getriebenhatte, erstattete hierüber Bericht beim Kurfürsten Friedrich undriet dringend zur Abberufung Christophs, da der Zustand der

1) La Huguerye I, 208; 222/3 ; vgl. mit seiner Angabe, dass Soldatenvon Metz, Toul und Verdun dabei gewesen seien,, die Warnungen desGrafen Coconnas Mem. de Testat III, 247/8. In den Berichten Languet'iaus Wien vom 24. März und 19. April (Are. I, 236/7; 239) ist dieSchwierigkeit einer Vereinigung mit der Hauptmacht richtig gewürdigt.

2) Der Kaiser an Friedrich, 26. Febr. 1574 (Kl. II, 630/1).