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handlungen seine Beziehungen zu Spanien nicht ganz einschlafenHess, verurteilte im Gespräch mit einem kursächsischen Rat diereligiöse und politische Sonderstellung des Pfalzgrafen rückhaltlos.Dem Prinzen von Oranien war der ganze Handel stets verdächtigvorgekommen und die gleiche Ansicht hegte Wilhelm von Hessen. 1 )
Frankreich war und blieb die unentbehrliche Stütze einer nie-derländischen Aktionspolitik. Aber die von der Regierung ge-währten Subsidien genügten nur zurAufstellung einer sehr beschei-denen Streitmacht; Hauptfaktor in der Rechnung des Grafen Ludwigwar Alencon, der gleichzeitig mit dem Vormarsch der nassauisch-pfälzischen Armee den Hof verlassen und als Haupt der unzufrie-denen Elemente in Frankreich zunächst dem gegen die Spanierbeabsichtigten Stoss den nötigen Nachdruck verleihen sollte. EndeFebruar sollte er bei dem ins Geheimniss gezogenen Herzog vonBouillon zu Sedan eintreffen, worauf die im Feld stehenden Truppendort zu ihm stossen und zugleich ihr Geschütz abholen würden.Als Gegenleistung versprachen seine Verbündeten ihm zu einer do-minirenden Stellung in Frankreich zu verhelfen, die bei dem hoff-nungslosen Zustand des Königs und der Abwesenheit des TronerbenHeinrich nur die Vorstufe zur Monarchie bedeuten konnte. 2 )
Während der vertraute Sekretär Graf Ludwigs erst in Sedandie nötigen Verabredungen traf und dann mit einem EdelmannBouillons nach Paris weiterzog, um mit Alengon zu verhandeln, 3 )brachten Ludwig und Christoph mit den französischen Geldern einigeRegimenter Fussvolk und 3000 Reiter zusammen. Mitte Februarmachte der junge Pfalzgraf sich auf, um, wie er öffentlich verbreitenliess, dem Prinzen von Oranien „einen Reiterdienst zu leisten".Der jugendliche General der Cavallerie soll die Schärpe seiner aus-erwählten Dame, einer Tochter des Prinzen, getragen haben, dieihm schon vor Jahren als Braut zugedacht war.*) Uebrigens ver-
1) Vgl. die Correspondenzen Oraniens, seiner Brüder, Wilhelms vonHesBen, Schombergs, Ehems, bei Prinsterer I. 4, 245; 27 9; 284; 297;335 ff.; 348 ff.; ferner Kl. II, 595/6; über Kölns gleichzeitigen Verkehrmit den Spaniern Gachard II, 395; 444/6.
2) Vgl. die Darstellung Soldan's (IL Capitel 18. u. 19, p. 563 ff.).
3) Vgl. La Huguerye's Bericht über seine damalige diplomatischeTätigkeit I, 204 ff.; ferner mem. de l'estat III, 209 ; 247; 276/8.
4) La Huguevye I, 136; 237. Eine Zeitung vom 20. März 1569meldet, dass Casimir und Christoph bei Oranien und Graf Ludwig zuGermeraheim waren „und solle pfalzgrave Christoff seins, prinzen, toehtervermehelen" (Ma. 285/2). Es kann nur die älteste Tochter Maria gemeintsein. TJeber eine angeblich bei Christoph gefundene Medaille vgl. Bor"VII, 14, der die Geschichte selbst für „fabuleus" erklärt.
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