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1 (1882) 1576 - 1582
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Bestandteil von Graf Ludwigs grossem Plan, lief im Grunde aufeine ausgedehnte Säcularisation der rheinischen Stifter, also aufeine durchgreifende Reinigung derPfafl'engasse" hinaus. Wie weitder kriegerische Bund des rheinischen Adels unter kurpfälzischerFührung in Wirklichkeit gedieh, darüber fehlen leider bisher zu-verlässige Nachrichten; doch hören wir schon im Frühjahr voneiner förmlichen Defensivvereinigung und bestimmten Geldbeiträgender Herren vom rheinischen Kreis und im Oktober berichten dienassauischen Brüder dem Prinzen, die Grafeneinigung lasse sichwohl an und es hätten sich seither nicht nur etliche Grafen, son-dern Kurfürsten, Fürsten und Städte, die Könige von Frankreichund Polen und namentlich die polnischen Protestanten desshalb inHandlung eingelassen. 1 ) Besonderes Gewicht legte man aber inDillenburg wie in Heidelberg auf die lockende Aussicht, den Erz-bischof von Köln für die niederländische und vielleicht auch fürdie protestantische Sache zu gewinnen; man dachte, wie Friedrichsich sehr offen ausdrückt,ihm ein Weib und Pension von derKrone Frankreich an Hals zu werfen." Andere geistliche Fürsten,wie Mainz und Speier, standen ohnedies im Ruf der Protestanten-freundschaft. 2 )

1) Vgl. oben p. 100 ; ferner Viart an Karl IX, 1. April; Johann,Ludwig und Heinrich von Nassau an Oranien, Dillenburg 22. Okt.;Oranien an seine Brüder, Delft 31. Okt. 13. Nov. (Prinsterer I. 4, 51*;224; 230; 236; leider ist ein offenbar wichtiger Br. des Gr. Johann anOranien vom 21. Nov., supplöment p. 140* ff., nicht decbiffrirt). TJeberdas Bestreben, den Grafen Ludwig von Witgenstein in kurpfälzische Be-stallung zu bringen, vgl. ebd. 329; Im. Weber, Decades III epistolarum(Frankf, 1702) p. 6. La Huguerye behauptet (1, 167/8), schon vor Ostern 1573seien gegen 500 Grafen und Herrn dem Bunde einverleibt und auf10000 Pferde und 20O0O Knechte veranschlagt gewesen (!), über welcheStreitkräfte Kurpfalz den Oberbefehl übernommen habe, mit der Zusageals seine Generallieutenants Johann Casimir und Christoph zu stellen.Dies ist jedenfalls übertrieben, aber nicht vollständig aus der Luft ge-griffen. Damals ging auch in Frankreich, wie J. C. selbst Viart gegen-über berührte, das Gerücht,qu'il avoit X m chevaulx prestz ä passer leRhein." "Vielleicht Hessen sich in den Nassauischen Papieren zu Idsteinnähere Aufschlüsse finden.

2) Für die Verhandlungen mit den andern geistlichen Fürsten ausserKöln ist allerdings La Huguerye (I, 202 ff.) unser einziger Gewährsmann.Er gibt an, dass man auch Speier und Lüttich, ja selbst Mainz für Eheund Säcularisation zu gewinnen hoffte. Was Lüttich betrifft, so stehtausser Zweifel, dass die Nassauer Ende 1573 und noch im nächsten Jahrgeheime Verhandlungen mit ihm pflogen (Prinsterer I. 4, 233; 248;

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