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1 (1882) 1576 - 1582
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und dass ein den Niederländern erträglicher Zustand nur mit Ge-walt zu erreichen sein werde. Kascher als der Vater waren dieSöhne zu der von den Nassauern stets gepredigten Ablehnung jederPacification und unbedingten Kriegspolitik bekehrt worden. Nurdie verzögerte Auszahlung der französischen Hülfsgelder hatte denvon Graf Ludwig und Pfalzgraf Christoph geplanten Feldzug ver-eitelt und damit die zahlreichen Projekte, deren Kern immer dieEinnahme eines festen Platzes, wie Bergen op Zoom, Maestricht,Groningen u. a. bildete, zu Schanden gemacht. l )

Dass aber die wahre Gesinnung der jungen Fürsten trotzdem keinGeheimniss blieb, dafür sorgten sie durch eine möglichst auffälligeDemonstration. Am 6. Oktober überfielen Johann Casimir undChristoph einen grossen Pulvertransport, der von Augsburg nachden Niederlanden ging, von kaiserlichen und spanischen Dienerngeleitet und dem Schutz des Kurfürsten Friedrich vom Kaiser aus-drücklich empfohlen war; ohne Rücksicht auf die kaiserlichen Pa-tente, unter Drohungen [und Hohnreden wurden fünfzehn Wagen-ladungenim Rauch gen Himmel geschickt". Johann Casimir hattedann die Keckheit, dem Kaiser selbst Anzeige zu erstatten und dierechtmässigen und billigen Ursachen" seines Vorgehens ziemlichderb auseinanderzusetzen. Die zornige Antwort Maximilians aberlässt die kaiserliche Ohnmacht gegenüber solchen fürstlichen Be-schimpfungen nur zu deutlich durchblicken; dass die Sache an dieKurfürsten gebracht wurde, führte zu nichts als zu wiederholtenCorrespondenzen, da selbst August von Sachsen, so wenig ihm dieTat gefiel, sich seines Schwiegersohns mit aller Entschiedenheit an-nahm. Kurfürst Friedrich hatte jede Mitwissenschaft in Abrede ge-stellt. Dagegen finden wir ihn kurz darauf an dem noch bedenk-licheren Plan beteiligt, den neuen spanischen Gouverneur, der alsAlba's Nachfolger in die Niederlande ging, unterwegs abzufangen;nur durch grosse Eile entging der Spanier diesem Schicksal. 2 )

1) Ueber den Anschlag aufBesanQon u. s. w. vgl. oben p. 108; überdie im Lauf des Sommers und Herbstes auftauchenden Projekte, die sichabwechselnd auf Maestricht, Antwerpen, Bergen op Zoom, Lüttich,Groningen bezogen, die Correspondenz Oraniens und seiner Brüder vomAugust bis Dez. 1573 bei Prinsterer 1.4. Schon am 19. Aug. schreibtSchomberg an K. Katharina, Kf. Christoph sei bereit zu marschiren, am1. Sept. an Retz, Pfalz zeige seine Gesinnung gegen Oesterreich deutlichgenugpar l'entreprinse qu'il faiet faire par son Als le duc Christoffel"(Noailles in, 504; 513).

2) Ludwig von Nassau an Oranien, Dez. 1573 (Prinsterer I. 4, 278). lieber die Bestellung des Pulvers für Spanien in Augsburg vgl. ein